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Möglichkeit haben, Lebenssinn zu generieren, haben wir einen
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entscheidenden Beitrag gegen dieses Vakuum geleistet. Und es ist
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ein Glück, dass der Beruf, das tägliche Tun, die Möglichkeit bietet,
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Lebenssinn zu finden. Das Verlangen nach Sinn sei ein wesentlicher
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Aspekt des Menschen „[…] dass der Mensch letzten Endes nur in
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dem Maße sich verwirklichen kann, in dem er einen Sinn erfüllt –
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draußen in der Welt […]“, der Mensch habe einen Willen zum Sinn,
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stellt Viktor E. Frankl (2012, S. 17) fest und folgert, dass Sinndefizite
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das Zentrum seelischer Konflikte sind (ebd.).
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Ich bin beruflich sozialisiert in einer Zeit, in der wir mit
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Pädagogik die Welt verändern wollten, meine Berufswahl hatte
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einen Sinn. Einige Jahre später spürte ich meinen zweiten bis dahin
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unbewussten Sinn, mein Wachstum, meine Heilung. Ja, warum denn
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nicht? Nicht wenige der im sozialen Bereich Tätigen versuchen auch
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auf diesem Wege eine Heilung (Teegen 1992). Und heute gibt mir
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das Wissen um die Verbindung dieser beiden Pfade Kraft.
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Viele stolpern in diesen Arbeitskontext hinein, indem sie sich
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dann mit existenziellen Fragen, mit Sinnfragen – bewusst oder
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unbewusst, gewollt oder nicht gewollt, beschäftigen müssen. Ihre
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Motivation spielte in der Ausbildung ja selten eine Rolle. Dies ist
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umso bedauerlicher, weil das Wissen um die Motivation, des Sinns,
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eine Grundlage des Handelns ist. Die Auseinandersetzung mit den
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eigenen Motiven kann helfen, die Belastung durch ungewohntes
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Verhalten in Handlungsfähigkeit zu transportieren und Sinn zu
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schöpfen.
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In einer Untersuchung zum Berufsrisiko Sekundäre Trauma
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tisierung im Arbeitskontext nationalsozialistischer Verfolgung beschreiben die Kolleg*innen ihre Motivationen als z. B. eine Folge
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der 68er, als Wunsch zur Aufklärung und gesellschaftlicher Veränderung, als soziales Engagement und Betroffenheit der eigenen
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Familie (Jegodtka 2013). Einige Kolleg*innen beschreiben in
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meiner Untersuchung ihren Wunsch nach Wiedergutmachung
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von erlittenem Leid als eine Motivation, die während der Arbeit
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erwuchs (14.3). Diese Wiedergutmachung verstehe ich als Sinnstiftung, wie Hannah Arendt sagt, als „[…] Sinn, den wir im bloßen
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Lebensprozeß insofern erzeugen, als wir uns mit dem, was wir tun
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und erleiden zu versöhnen suchen.“ (Arendt 2016, S. 111). Es macht
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