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werden nicht wahrgenommen, Supervision wird nicht ausreichend
zur Verfügung gestellt und wenn, werden die Auswirkungen der
Traumatisierungen auf die Kolleg*innen und die Institution von
Supervisoren und Organisationsberater nicht immer verstanden
und einer Auflösung zugeführt (Jegodtka 2013). Insgesamt werden
die geringen finanziellen und personellen Ressourcen als belastend
beschrieben: Für alles fehlt die Zeit.
Widersprüchlichkeiten der Jugendhilfe und im Netzwerk
Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, die z. B. die → Garantenstellung der Jugendhilfe in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt, die
vielen Aspekte fachlicher und sozialer Wirklichkeitskonstruktionen
berücksichtigt und die Verbesserung der Situation traumatisierter
Kinder zum Ziel hat, steckt in den Kinderschuhen. So fühlen
sich Pflegeeltern vom Jugendamt unzureichend unterstützt, die
Störungen der Kinder würden verharmlost, die Besuchsrechte
der leiblichen Eltern würden unterstützt, ohne zu überprüfen,
ob die Pflegekinder die Konfrontation mit den Eltern verkraften
(Eberhard/Eberhard 2002, S. 52). Wenn die Pädagog*innen bei
vermuteter massiver Kindeswohlgefährdung die Kinder jedes
zweite Wochenende nach Hause entlassen müssen, belastet dies
extrem. Sie beschreiben Ohnmachtsgefühle, weil sie nicht wissen,
was den Kindern geschieht und sie diese nicht schützen können.
Nach längeren Aufenthalten zu Hause, z. B. in den Ferien seien die
Kinder so verändert, dass die Pädagog*innen das Gefühl haben,
sie müssen von vorne anfangen. Besonders im Kontext sexueller
Gewalt sei es belastend, wenn der Kontakt zwischen den Kindern
und dem missbrauchenden Elternteil hergestellt werden muss. Der
Schutz der Kinder sei trotz vorhandener rechtlicher Möglichkeiten
oft nicht ausreichend geklärt. Hier bewegen sich die professionellen
Helfer*innen in dem kräftezehrenden Spannungsfeld Kindeswohl/
Elternrecht bzw. eines ungenügenden Opferschutzes. Sie sind in
der Sicherstellung des Kindeswohls auf die Zusammenarbeit mit
der öffentlichen Jugendhilfe, dem Jugendamt und auf die Justiz angewiesen.