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und Supervision sei ‚was Besonderes, was wir kriegen.‘ Und sie berichten über Supervisor*innen ohne Feldkompetenz, die zum Teil
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abenteuerliche Ratschläge erteilen:
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„Der Supervisor war niemand, der sich mit Missbrauch auskannte. Das war ein
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großes Manko. Der hatte auch keine Ahnung von Heimerziehung. Er hat uns
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Sachen geraten, die unglaublich waren. Dass man irgendwelche Jugendliche in
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Krisen stürzen soll, um sie dann wieder aufzubauen. Ich glaube, wenn wir das
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gemacht hätten, Anna wäre uns aus dem Fenster gesprungen.“
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Die Frage nach Feldkompetenz wird kontrovers diskutiert: Zu enge
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Feldkompetenz beinhalte die Gefahr der mangelnden Distanzierung
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und stelle die Subjektkompetenz in den Vordergrund. Andere halten
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Wissen über das Feld für unabdingbar, um verantwortlich handeln
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zu können. Feldkompetenz ist sicher nicht so eng zu fassen, dass
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die Supervisor*in aus dem identischen Arbeitsfeld stammen muss,
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dennoch ist es notwendig, dass sie/er das Berufsfeld kennt, um dort
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fachgerecht supervidieren zu können (Remmel-Faßbender 2002).
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Die Mehrheit der Pädagog*innen beschreibt zudem ein Leitungsvakuum auch im Hinblick auf den professionellen Umgang mit
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Traumata. Sie erwarten von Leitungen Transparenz, Partizipation,
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Übernahme von Verantwortung, konzeptionelle Unterstützung und
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vernünftige Rahmenbedingungen. Die Pädagog*innen klagen über
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mangelnde Wertschätzung für die Begleitung von Mädchen und
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Jungen aus herausfordernden Leben. Ein Basiswissen über Traumata
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fehle bei Leitungskräften, die deswegen einen professionellen Umgang mit traumatisierten Mädchen oder Jungen nicht wertschätzen:
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„Ich wünschte mir mehr Rückhalt und Anerkennung für diese Art von Arbeit.
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Wichtig ist immer noch, ob ein Schulabschluss oder eine Arbeit bei raus kommt,
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das ist das Problem bei ganz vielen Jugendämtern. Da kriegt man Anerkennung
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vom Chef oder vom Jugendamt. Was interessiert sie, ob ich mit der Jugendlichen
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ein Trauma bearbeitet habe.“
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Die Erfahrungen der vor mir befragten Kolleg*innen in der Kinderund Jugendhilfe entsprechen den Erfahrungen aus dem Arbeitskontext Folgen nationalsozialistischer Gewalt. Ihre Belastungen
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