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Jana sexualisiert die Beziehung zu ihrer Therapeutin. Diese spricht die Leiterin
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der Wohngruppe an. In Folge kann die Leiterin der Wohngruppe erleichtert auch
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von erotisierter Beziehungsaufnahme von Jana berichten. Die Gegenreaktionen
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der professionellen Helferinnen sind nun die Grundlage eines neuen Blickes
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auf Janas Geschichte, sie musste auch sexuelle Gewalt durch ihre Stiefmutter
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überstehen.
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Gegenreaktionen reflektieren
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Die Reflexion der Gegenreaktionen insbesondere der tabuisierten,
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ist letzten Endes erleichternd. Sigmund Freud drückte das so aus:
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„Man muss also seine Gegenübertragung jedes Mal erkennen und
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überwinden, erst dann wird man frei“ (zit. n. Thomä/Kächele 1985,
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S. 96). Eine professionelle Auflösung der in Übertragung und Gegenreaktion entstandenen Bindungsfalle erfordert die Reflexion dieser
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Gefühle. Das ist Voraussetzung für die Klarheit der Pädagog*in
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in ihrem Beziehungsangebot. Hilfreich können erste Erfahrungen
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über Entlastung und Erleichterung durch die Reflexion der Gegenreaktionen, insbesondere der tabuisierten aggressiven und sexuellen
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Impulse, in → Balint- oder Supervisionsgruppen sein. Übung im
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Umgang mit Gegenreaktionen im Team kann die ‚Gegenreaktion
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der Woche‘ schaffen: Eine Pädagog*in berichtet davon und das
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gesamte Team versorgt die körperlichen Reaktionen wie Schweiß,
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Lähmung etc. dieses Gefühls. Das macht auch Spaß und es entsteht eine Normalität. Im Übrigen ist die Reflexion von Allmachtsund Retterfantasien – uns allen bekannte Gegenreaktionen – eine
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Grundlage, um mit Beschränkungen und Scheitern umzugehen.
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Die Reflexion der Gegenreaktionen kann in der pädagogischen
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Praxis nicht so komplex sein, wie sie in den Konzepten der psychoanalytischen Therapie oder auch der psychoanalytischen Supervision vorgesehen ist. Dennoch sind die Kenntnis der Dynamik und
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ihre Beachtung in der pädagogischen Praxis für die Psychohygiene
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hilfreich: „Es geht um die Bereitschaft des Helfers, auch auf sich
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selbst aufzupassen“ (Mehringer 1979, S. 78).
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