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Zeitweise ist die Lebensfreude massiv beeinträchtigt:
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„Und manchmal habe ich keinen freien Kopf bekommen. Die Geschichte von
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Sarah, diesem stark traumatisierten Mädchen, hat bei mir einen inneren Schutzmantel zerstört. Da ging es mir überhaupt nicht gut. Ich habe ganz langsam
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versucht, Abstand zu kriegen auch über die Zeit. Ich musste mich länger zurückziehen. Ich brauche langes Regenerieren und einen Ansprechpartner zu Hause.“
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Der Kopf ist okkupiert:
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„Ich hatte Phasen, in denen ich nichts anderes lesen konnte als Bücher über
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Missbrauch. Da fing es dann an, nicht mehr gesund zu sein.“
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Das Gefühl der eigenen Sicherheit leidet durch das Wissen um das
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Ausmaß traumatischer Gewalt gegen Kinder:
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„Stellenweise war ich fanatisch: Hinter jedem Busch lauern Verbrecher, der
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unsicherste Platz für ein Kind ist in der Familie.“
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Pädagog*innen sind auch von stellvertretender, auch sekundärer
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Traumatisierung oder sekundärem traumatischen Stress betroffen.15
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B. Hundnall Stamm definiert sekundären traumatischen Stress als
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natürliche, konsequente Verhaltensweisen und Emotionen, die
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durch das Wissen entstehen, dass ein „[…] anderer Mensch ein
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traumatisches Ereignis erlebt hat. Diese Art von Stress entwickelt
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sich, wenn wir traumatisierten oder leidenden Menschen helfen
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oder helfen wollen. Somit ist sekundäre Traumatisierung eine
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Traumatisierung von Menschen, die mit den Primär-Trauma-Opfern
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in Kontakt sind.“ (Zit. n. Hedi Gies: Sekundäre Traumatisierung und
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Mitgefühlserschöpfung, https://institut-trauma-paedagogik.de, Abfrage 01.09.2023)
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15 Beide Begriffe meinen hier die Folgen des Kontaktes von Menschen, die
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traumatisierte Menschen unterstützen. Gemeint sein können auch die Beschädigung durch Interventionen von Bezugspersonen, die Gefühle aus dem
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traumatischen Erleben reaktivieren (vgl. Jegotka 2013).
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