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hervorgerufen werden. Sie fordern eine Auseinandersetzung sowohl
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mit der Verletzlichkeit des Menschen als auch mit dem Potenzial
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des Bösen in ihm. Diese Lebensgeschichten erschüttern Grundvertrauen und lassen die eigene Verwundbarkeit stärker fühlen.
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Sie berühren stark emotionalisierte und tabuisierte Themen wie
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Familie, Gewalt, die Rolle der Mutter, des Vaters, sexuelle Gewalt,
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Sexualität und Gewalt. So können belastende Emotionen z. B. durch
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die Konfrontation mit Müttern, deren Töchter von sexueller Gewalt
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betroffen sind, fühlbar werden, denn diese Mütter entsprechen nicht
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dem Bild der guten, beschützenden Mütter (Roth 1997, S. 222). Das
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Bewusstsein über sexuelle Gewalt, das Eindringen in den Bereich,
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den jeder Mensch für das Ureigene hält, all dies erfordert eine Auseinandersetzung mit Grundwerten. Diese Auseinandersetzung ist
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umfassend, eingreifend und nicht zu vermeiden.
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Die Bilderwelt der traumatisierten Kinder führt bei vielen
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Menschen zu heftigen Reaktionen. Manche müssen Ekel und Übelkeit bekämpfen, weil sie das wiedererlebte Elend in Flashbacks,
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traumatischen Übertragungen oder den Berichten der Kinder und
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Jugendlichen nicht aushalten. Das Begleiten von Flashbacks birgt
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Gefahren. Viele Pädagog*innen stehen machtlos daneben und
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müssen zusehen, wie dieser Zustand Mädchen und Jungen in Angst,
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Schrecken und große Not versetzt. Wenn ihnen das Wissen um die
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Dynamik dieser Erinnerungsebenen und um die Möglichkeiten
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professionellen Handelns fehlen, reagieren sie möglicherweise mit
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Angst, Depressionen, Traurigkeit, Rückzug, Misstrauen in eigene
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Beziehungen und mit Arbeitsunfähigkeit. Manche fühlen sich
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schuldig, weil ihnen das Leid der Mädchen und Jungen erspart blieb:
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„Ich hatte auch keine einfache Kindheit. Und dann habe ich die Biografie einiger
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Kinder kennengelernt. Da war meine Geschichte profan. Ich hatte dann ein
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schlechtes Gewissen.“
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Dieses „Schuldgefühl der Zeugen“ (Herman 1993, S. 200) kann dazu
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führen, dass Pädagog*innen zunehmend Schwierigkeiten haben,
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die Annehmlichkeiten des eigenen Lebens zu genießen. Belastende
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Gefühle werden spürbar: „Wut, dass solche Dinge vorfallen“, „Ekel
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ist bei mir“ und „manchmal Hilflosigkeit“. „Ach, wieder dieselbe
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