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Zustimmung: „Ich dachte, Traumapädagogik sei eine Engführung, dann habe ich erlebt, dass sie zum Handeln befreit.“ Wenn es gelingt, dass Jana und Philipp auf der Verstehensebene ihre Lebensgeschichte einordnen können; wenn es gelingt, dass sich ihr Selbstbild verändert und sie ihre Verhaltensweisen zu ihrem Wachstum einsetzen können; wenn sie beginnen, Vertrauen in Beziehungen zu fassen; wenn sie ihren Körper wahrnehmen und für ihn sorgen; sie den Einfluss traumatischer Erinnerungsebenen minimieren und übererregte oder dissoziative Zustände regulieren lernen, dann haben wir sie gut in ihrer Traumabewältigung unterstützt. Doch sie brauchen auch reale Chancen eines guten Lebens. Das ist nur nachhaltig zu machen, wenn wir uns mit ihnen gegen die Zerstörung von Lebensgrundlagen wehren. In dem Film Parasite ist sehr eindrücklich dargestellt, wie der Wunsch nach besserem Leben der Armen, nach sozialem Aufstieg scheitert. Eindrücklich die Bilder wie der Klimawandel in Form einer Wasserflut, einer Sintflut, ihre Chancen zu überleben, vernichtet. Wenn es gelingt, dass Philipp und Jana ihrem heutigen Dasein einen Sinn geben und sagen: „Dafür lohnt es sich, dass ich mich engagiere“, dann haben wir ihnen die bestmögliche Grundlage für eine gelingende Lebensgestaltung in einer schwierigen gesellschaftlichen Situation mit auf den Weg gegeben.