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Ob wir es nun Traumapädagogik, emanzipatorische Pädagogik
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oder konsequente Menschlichkeit nennen, ist nicht ausschlaggebend. Für die Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen ist unsere Haltung entscheidend. Entscheidend ist auch,
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wie wir die beschriebenen Handlungsfelder mit Leben füllen.
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Während traumainformierte Bindungspädagogik in den meisten
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traumapädagogischen Konzepten entsprechend ihrer Bedeutung
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berücksichtigt ist, gilt dies noch nicht für traumainformierte
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geschlechtsreflektierende Pädagogik und Sexualpädagogik. Und
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auch die Konzepte des ‚Sicheren Ortes‘ bedürfen der ausdrücklichen
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Erweiterung um Schutz vor sexueller Retraumatisierung.
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Wir können mit vielfältigen Möglichkeiten der Pädagogik
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Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen
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andere Perspektiven für eine gelingende Lebensbewältigung eröffnen. Dazu eignet sich vor allem die Pädagogik der Selbstbemächtigung. Voraussetzung ist die Annahme des Guten Grundes
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und der Expert*innenschaft. Wenn wir mit den Mädchen und
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Jungen ihr Sein gemeinsam verstehen und würdigen, stärkt das
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ihre Selbstbemächtigung. Räume, in denen sie ihren Schmerz anerkennen können, schützen vor einer Abspaltung eines Teils des
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Selbst. Die gemeinsame Anerkennung von Schmerz korrigiert Gefühle von Isolation und Anderssein. Und wenn ich dann noch das
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Entstehen von Schmerz auch als Folge gesellschaftlicher Gewalt einordnen kann, komme ich womöglich in die Lage, mich mit anderen
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gegen diese Gewalt zu wenden. Und dennoch, die „[…] weiterhin
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erlebten Belastungen dürfen dabei nicht verschwiegen werden […]
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sie werden einiges an traumatischem Gepäck in ihr weiteres Leben
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mitnehmen […].“ (Weiß/Gahleitner 2020, S. 22)
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Die beschriebene Begleitung funktioniert nur, wenn in den
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pädagogischen Institutionen über die etablierten Machtdifferenzen
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und über eingeschliffene Handlungsroutinen nachgedacht wird. Dies
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zu einer Zeit, in der Heimerziehung durch die Ausdifferenzierung
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der Hilfen in ihrem Vorfeld immer weniger mit ‚pflegeleichten‘
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Kindern und Jugendlichen zu tun hat, sondern zunehmend mit
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solchen, die nur noch ‚schwer zu halten sind‘, Mädchen und Jungen,
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die mit dem Begriff ‚Systemsprenger‘ ausgegrenzt werden. Meine
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Erfahrung sagt mir, dass traumapädagogisches Handeln nicht
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