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begleitet wurden und seine Verhaltensänderung respektvoll eingefordert und überprüft wurde.
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Jakob lebte in einer Heimgruppe. In einer Pflegefamilie konnte er nicht mehr
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bleiben, da er als Achtjähriger gegenüber der zweijährigen Tochter der Pflegeeltern sexuell übergriffig war. Als 16-Jähriger wurde er im Heim bei Übergriffen gegen jüngere Jungen erwischt. Er wurde konfrontiert und beobachtet,
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weitere Konsequenzen und eine intensive Auseinandersetzung mit seinem
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Täterverhalten erfolgte nicht, da die personellen Ressourcen fehlten. Jakob
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lebte nach der Heimunterbringung in der Nähe des Heimes, er hatte Kontakt
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zu den Mädchen und Jungen. Sieben Jahre später berichteten einige jüngere
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Mädchen von sexuellen Übergriffen Jakobs gegen sie. Jakob kann mittlerweile
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perfekt manipulieren. Wie viele zum Opfer des heute 30-Jährigen geworden
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sind, weiß niemand.
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Wenn auf die sexuelle Misshandlung nicht reagiert wird, besteht
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die Gefahr, dass die Jungen und Mädchen13 irgendwann wieder mit
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sexuellen Übergriffen beginnen. Sie wachsen in die Rolle des Misshandlers hinein. 50 % aller erwachsenen Täter haben als Jugendliche
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begonnen (Bullens 1998, S. 16). Das Risiko einer Chronifizierung ist
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erheblich. Sexuelle Gewalt durch Minderjährige ist ein prognostisch
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schwerwiegender Risikofaktor für ihre weitere Persönlichkeitsentwicklung. Eine „Täterkarriere“ bedeutet eine schlechte Perspektive
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für das Leben als Erwachsener.
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Die Hilfeplanung aller Beteiligten muss folgende Fragen beantworten:
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– Wer arbeitet mit den betroffenen Jungen, Mädchen?
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– Welche Auflagen bekommt der übergriffige Junge, das übergriffige
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Mädchen?
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– Wer ist Kontrollinstanz?
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– Welche therapeutische Unterstützung wird angeboten?
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– Wie wird in der Gruppe thematisiert?
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13 Ein Erfahrungsbericht von Maria Schuhmacher, einer Erzieherin in der Heimerziehung, berichtet über Mädchen als sexuelle Misshandlerinnen (2001).
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