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Umgang mit Geschlechterrollen von Jungen und Mädchen aus
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Kriegs- und Armutsgebieten
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Eigentlich wollte ich nicht dazu schreiben, um nicht ein ‚irgendwie
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anders‘ besonderes zu betonen. Doch das wird der Realität nicht
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gerecht: „Innerhalb der rassismuskritischen Bildungsforschung
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wird seit vielen Jahren darüber geschrieben, wie der migrantische
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Körper zum Ort wird, an dem rassifizierende, ethnifizierende,
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genderfixierende Disziplinarmaßnahmen zusammentreffen
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und an dem sich repressive Sexualitätsvorstellungen und Stereotypisierungen treffen. „Junge männliche Migranten sind in besonderer Art und Weise davon betroffen. Sie werden als das Objekt
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der Angst stilisiert. Von ihren Körpern geht, so die rassistische
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Imagination, Gefahr aus. Wie lebt es sich in einem Körper, der als beängstigend gilt? Welche Sexualität können Jungen entwickeln, denen
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nachgesagt wird, dass das Begehren etwas ist, was sie kontrolliert? In
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der Pädagogik gilt es, diese Verletzungen und Herabsetzungen ernst
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zu nehmen und gemeinsam mit den Jugendlichen Strategien gegen
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diese kontinuierliche Zumutung zu suchen.“ (María do Mar Castro
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Varela: „Der Migrant, ein ungezähmter Mann? Zur Kontinuität
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kolonialer Zuschreibungen“ In: ‚Irgendwie hier‘ Flucht, Migration,
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Männlichkeiten, https://lagjungenarbeit.de/veroeffentlichungen/
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dokumentationen-broschueren, Abfrage 01.09.2023).
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Wir müssen uns fragen, welche Konstruktion von Geschlechtlichkeit die jungen Erwachsenen aus ihren Kulturen mitbringen, wo
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hegemoniale Männlichkeit mit Kulturprägung verbunden ist und
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wo unsere Definition von Geschlecht einen rassistischen Ursprung
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hat. Wie reagieren wir auf Männlichkeitskonstrukte von Jungen
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aus patriarchalen Gesellschaften? Und wie haben ihre Fluchterfahrungen ihr Konzept von Männlichkeit verändert, verstärkt?
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Eine moralische Verurteilung klassischer Männlichkeitsbilder hilft
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nicht weiter. Das gleiche gilt für das Frauenbild, das Mädchen und
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junge Frauen mitbringen. Moralische Urteile verändern nichts, die
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jungen Frauen müssen die Gelegenheiten haben, von den Frauenleben in ihren Kulturen zu berichten, und selbst entscheiden können,
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welche Frauenrolle sie wählen.
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