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von Silke Gahleitner an: „Die Herstellung des Therapeutischen
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Milieus erfolgt auf mindestens zwei Ebenen: 1. Auf der Alltagsebene durch die Etablierung einer stationären Bezugsbetreuung
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2. Auf der psychotherapeutischen Ebene durch das Angebot einer
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tragfähigen therapeutischen Beziehung. In enger Vernetzung […].“
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(Gahleitner 2010, S. 134)
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Das Angebot eines therapeutischen Milieus ist umfangreicher
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als Traumapädagogik, da es auf jeden Fall in der Tradition der
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Gründerväter eine therapeutische Begleitung voraussetzt und
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ein ‚Aufdeckungsraum‘ zur Verfügung gestellt wird. Doch eine
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Therapeutisierungsentwicklung in den Konzepten von Bettelheim,
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Redl und Wineman, den Pionieren des therapeutischen Milieus,
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kann durchaus als Fixierung auf die Bearbeitung unbewusster
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Konflikte gewertet werden: „Im Rahmen ihrer Bemühungen um
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adäquatere Unterstützungsleistungen der Heimkinder fand auf
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der Grundlage psychoanalytischer Methoden eine Fixierung auf
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therapeutische Aufgaben statt, da gezielt die Exploration und Aufarbeitung unbewusster Konflikte angestrebt wurde.“ (Kleid 2008,
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S. 36). Traumabearbeitung wird schneller mit Aufdeckung und
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Traumaexposition assoziiert, als dies vielleicht den Mädchen und
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Jungen möglich ist. Noch sagt die Forschung wenig darüber, ob der
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Zeitpunkt einer Exposition von chronisch kumulativen Traumata
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im kindlichen und jugendlichen Alter hilfreich ist; auf jeden Fall
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kann eine wie auch immer formulierte Zentrierung auf Aufdeckung
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abschrecken. Einige Mädchen und Jungen wollen keine Therapie in
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Anspruch nehmen, da sie diese mit Aufdeckungsarbeit verbinden
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und ihr Tempo lieber selbst bestimmen.
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Und auch wenn Kinder in der Heimerziehung von thera
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peutischen Angeboten profitieren können, ist dies immer ein Zusatzangebot; sofern es wirklich geboten ist und die Kinder dies nicht
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als Zumutung empfinden, weil sie nicht krank sind, sondern um
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ihre Kindheit betrogen wurden. Traumapädagogik bedeutet nicht
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die Therapeutisierung der Pädagogik. Sie ist auch keine Pädagogik,
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die mit einem Trichter mit Erkenntnissen aus der Psychotraumatologie, der Neurobiologie, den therapeutischen Disziplinen aufgefüllt
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wurde. Die Adaption therapeutischen Wissens in die Pädagogik
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und die Zusammenarbeit aller Professionen, die um traumatische
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