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ist die Grundlage emanzipatorischen Handelns. Die erlebten Erfahrungen verstehen, Selbstwahrnehmung, Selbstregulation und
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Selbstwirksamkeit vermitteln ein Gefühl für sich selbst, ein Wissen
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um sich und seinen/ihren Platz in der Welt und die körperliche
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Erfahrung: Der/Die bin Ich.
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Verstehen, und das gilt sowohl für die Mädchen und Jungen
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als auch für die pädagogischen Fachkräfte, ist, wie Hannah Arendt
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sagt, „[…] Sinn, den wir im bloßen Lebensprozeß insofern erzeugen, als wir uns mit dem, was wir tun und erleiden zu versöhnen
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suchen.“ (Arendt 2016, S. 111). Nicht umsonst stehen individuelle
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Verstehensprozesse als Erfahrung von Kontinuität im Zentrum des
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Konzeptes der Salutogenese (Antonowsky 1997). Dabei geht es nicht
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nur um die Vergangenheit, es geht auch um das Heute. Sich um das
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Verstehen unserer heutigen Lebensbedingungen gemeinsam mit
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anderen zu bemühen, bedeutet, in der Welt zu bleiben: „Mehr und
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mehr Menschen in den Ländern der westlichen Welt […] haben
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sich von der Welt und den Verpflichtungen in ihr zurückgezogen.
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[…] Nur tritt mit einem jedem solchen Rückzug ein beinahe nachweisbarer Weltverlust ein; was verlorengeht ist der meist spezifische
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und unersetzliche Zwischenraum, der sich gerade zwischen diesen
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Menschen und seinem Mitmenschen gebildet hätte.“ (Arendt 2018,
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S. 41). Deshalb müssen „[…] politisch pädagogische Konzepte
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darauf ausgerichtet sein […] in der sozialen Umwelt Netzwerke,
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bürgergesellschaftliche Infrastrukturen mit zu schaffen, in denen
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erlebte Bedrohungen der Handlungsfähigkeit thematisierbar und
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in gemeinsame Interessen transformierbar sind.“ (Böhnisch/
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Schröer 2007, S. 115). Auch deshalb brauchen wir öffentliche und
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individuelle Räume, in denen der Schmerz Platz hat und die Opfer
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gewürdigt werden.
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Wenn es uns gelingt, Inseln zu schaffen, in denen der eigene
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Schmerz von anderen Menschen anerkannt und bezeugt wird,
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stellen wir Würde wieder her. Wenn wir Räume schaffen oder die
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vorhandenen nutzen und vergrößern, in denen der Mensch mit
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seinen Wunden und Stärken sein darf, schaffen wir Inseln, in denen
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Verantwortung für sich selbst und für andere gelebt werden kann.
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Dies ist sowohl ein gewachsener Ausdruck eines individuellen und
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gesellschaftlichen Heilungsprozesses als auch ein spiritueller Akt
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