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Raw Blame History

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Anerkennung des Schmerzes als Quelle von Empathie

Wer seinen Schmerz, am besten mit anderen, erkennen kann und die Anerkennung seiner Lebensleistung erfährt, kann auch sein Gegenüber mit anderen Augen sehen, den dahinter liegenden Grund für schwieriges Verhalten wertschätzen und helfen, sich zu verbinden, so wie unsere Expertinnen: „Ich möchte anderen zeigen, dass sie gut sind so wie sie sind. Auch Menschen, die Schlimmes erlebt haben, sind normal und haben eine Chance auf ein glückliches Leben. Ihr müsst nur an Euch glauben“, gibt Teresa den Lesern mit auf den Weg. Saphira wünscht sich, dass die Leute die Augen offenhalten: „Viele rufen laut um Hilfe, aber niemand merkt es.“ Dies gelte auch und ganz besonders für Flüchtlinge, die oft „das Schlimmste hinter sich haben, was ein Mensch erleben kann.“ (zit. n. Würzburger Katholische Sonntagsblatt 22/2018)

Die Anerkennung der Wunden ist eine Quelle ihrer Empathie. „Deshalb glaube ich, dass gerade diejenigen, die ihre eigene Ausgrenzung [über solche falschen Normen] erlebt haben und sich dagegen zur Wehr setzen, in der Lage sind, mit ihrem Wissen um die eigene Überlebenskraft und ihrer Solidarität die Welt ein Stück besser und gerechter zu machen.“ (Maurer 2018, S. 177)

Spiritualität als Teil der Selbstbemächtigung

Das Erleben eines Traumas konfrontiert mit spirituellen Fragen wie die: „[…] Erschütterung der Selbstverständlichkeit des In-der-WeltSeins, Konfrontation mit der dunklen Seite Gottes, dem Bösen und dem Leid, Sensibilitätserhöhung, Verfeinerung der Wahrnehmung, Öffnung für andere Wahrnehmungsdimensionen, Suche nach der Rettung, nach Erlösung.“ (Madert 2007, S. 253). Herausfordernde Lebensumstände werfen Sinnfragen auf. Unsere Expertin und Autorin Katharina Vogel antwortet auf die Frage, warum Gott so viel Leid zulässt: