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Lang schlug auf einer Zertifizierungsfeier des Fachverbandes
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Traumapädagogik vor, den Begriff professionelle Distanz durch
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professionelle Nähe zu ersetzen, ein guter Impuls!
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Partizipation und Transparenz stellen die psychosozialen Fachkräfte vor große Herausforderungen. Die Verantwortung wird nicht
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weniger, sondern mehr. Und dennoch ist das gemeinsame Arbeitsbündnis mit Mädchen und Jungen, die wissen, um was es geht, und
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beteiligt werden, um das Vielfache sinnstiftender!
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8.3
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Reale Bildungschancen
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Kinder wie Jana und Philipp besuchen am ehesten Haupt- und
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Förderschulen (vgl. Macsenaere/Esser 2015, S. 88). Damit werden
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ihre Chancen auf soziale Teilhabe erheblich eingeschränkt. Dass es
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besser gehen kann, zeigen geschlechtsspezifische und strukturelle
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Unterschiede: Die Mädchen streben zu einem größeren Anteil einen
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höheren formalen Bildungsabschluss an als die Jungen und Kinder
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und Jugendliche in Pflegefamilien besuchen häufiger Realschule,
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Gymnasium, Gesamtschule als Mädchen und Jungen in Heimen
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(Pothmann 2007). Kinder wie Jana und Philipp haben keine Eltern,
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die sie ‚zum Abitur tragen‘, sie sind später in hohem Ausmaß auf sich
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alleine angewiesen. Im erzieherischen Alltag habe ich erlebt, dass
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Talente und Begabungen der Mädchen und Jungen – sicher aus Zeitund Geldmangel – nicht ausreichend wahrgenommen und gefördert
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wurden, obwohl doch alle Möglichkeiten von guten Erfahrungen
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in Schule und Ausbildung die soziale Teilhabechancen erhöhen.
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Doch auch die Schulen haben zu kämpfen. Wuttig beschreibt
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im Kontext von Migration, Geschlecht und Traumatisierung Schule
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als Institution, in der sich Verhältnisse von Nichtanerkennung oder
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Verkennung verdichten (Wuttig 2017, S. 362). Dieser herrschende
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Diskurs stelle die Lehrer*innen vor die Aufgabe einer permanenten
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Reflexion der Inhalte und Ziele ihrer Arbeit (ebd.). Ihnen sei es
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nicht ausreichend möglich, die Lernschwierigkeiten der Mädchen
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und Jungen in ihren lebensbiografischen Kontext zu stellen. „Diese
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Jugendlichen lebten oder leben in hoch belastenden Zusammenhängen und tragen existenzielle biografische Verletzungen in sich.
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