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Der Umgang mit Regeln
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Wie werden Regeln erarbeitet? Wer erstellt sie? Welche Prämissen
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gibt es?
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Eine junge Frau, die mittlerweile studiert, als Kind aber erst die Familie versorgen musste und über zwei Jahre auf der Straße gelebt hat, berichtet von
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ihrem ersten Tag in einer stationären Einrichtung: Da gab es nur Regeln. Regel
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1, Regel 2, Regel 3, unfassbar viele Regeln, und ich musste und konnte doch
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bislang ohne jegliche Regel leben.
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Hans Jörg Koten formulierte vier Regeln, die die Erfahrungen der
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jungen Frau unterstreichen:
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– Regelkataloge dienen der gefühlten Sicherheit der Pädagog*innen.
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– Wer eine Haltung hat, braucht keine Regeln.
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– Gerechtigkeit ist nicht, jeder bekommt das Gleiche, sondern
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jeder bekommt etwas von Seinem.
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– Jeder Mensch ist ein Individuum, daher kann Erziehung nur gelingen, wenn sie individuell gestaltet ist und die Expertenschaft
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des Kindes ernst nimmt.
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Regeln sollen personifiziert und internalisiert werden und Beziehungen schützen. Sie sind ausgehandelt und begründet. Bei der
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Aushandlung achten wir auf die Inhalte häufig vorkommender
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traumatischer Übertragungen (Koten 2015).
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Der Heimrat
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Räte sind eine Form der direkten Demokratie, die insbesondere
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im 20. Jahrhundert in revolutionären Situationen für kurze Zeit
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praktiziert wurde. Die Betriebsräte sind eine Folge dieser gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Die Idee der Räte entspringt
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einem Verständnis von Politik, in dem die Menschen über das, was
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sie betrifft, gemeinsam entscheiden. Das Rätesystem solle dem Volk
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eine direkte Beteiligung an politischen Institutionen ermöglichen
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(vgl. Arendt 1994, S. 325 ff.). Der Begriff Heimrat wird im Zuge
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