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Raw Blame History

156 „Seit diesem Tag habe ich schon einige Wege gefunden und ausprobiert. Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, gleich anzufangen, mal von euren Autobahnen abzufahren und euch in den Dschungel zu begeben. Und denkt daran: Egal, ob man eine schwere Kindheit hatte oder traumatisiert ist, sollte man nie den Mut verlieren, sich neuen Herausforderungen zu stellen, denn selbst, wenn man immer wieder auf die gewohnten Autobahnen zurückkommt, ist es nie unmöglich, sich mithilfe von Gesprächen durchzukämpfen und seine eigenen Wege durch den Dschungel zu finden.“ (ebd., S. 126)

Um letztendlich einen sicheren inneren Ort finden zu können, braucht es einen sorgsamen Umgang mit eingefrorener Energie und Übererregung. Eine Möglichkeit, diese Energie zu versorgen ist die Körperlichkeit. Dabei gilt es, bei der Unterscheidung von Zuviel und Zuwenig zu begleiten. Mit Übungen zur Aktivierung und Deaktivierung des Nervensystems Empfindungen von Stress im Körper nachspüren und Möglichkeiten der Beruhigung suchen und ausprobieren können wir sie dabei unterstützen, immer wieder in die Balance ihres Nervensystems zu kommen. Wenn Philipp, Jana, Markus und Hans lernen, auf ihre Empfindungen zu achten, können sie rechtzeitig den Denker aktivieren. Manche Kinder brauchen um das zu lernen einen Denker von außen, die externe Regulation. Thomas ist auf seinem Zimmer, er hört Schritte auf der Treppe und wird sofort in früheren Zeiten zurückgebeamt. Bewaffnet mit Matchboxautos rennt er auf den Flur und will diese werfen. Der Bezugsbetreuer erkennt die Situation und ruft: Ich bin es, nicht Dein Vater.

Danach können beide die Situation besprechen. Thomas ist froh, dass sein Erzieher die Situation erkannt und ihn so auch davor geschützt hat, dem Erzieher Gewalt an zu tun. Die Erhöhung der Selbstregulation und der Selbstkontrolle, auch im Kontakt mit anderen, mobilisiert eine emotional-kognitive Stabilität. Nicht nur das, es kann sich auch auf die körperliche Gesundheit auswirken. Der Schrei von Anna, der im Halse stecken bleibt, die Angst im Bauch, die zusammengezogenen Schultern, unnötige Spannungen, verzerrte Körperhaltungen sind alte Verhaltensweisen,