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Selbst-Verstehen, Wahrnehmen und Regulieren
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Grundlage von Bewältigung, von Heilung ist das Verstehen der
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eigenen Reaktionen und des eigene Geworden Seins. Im Kontakt
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mit den Mädchen und Jungen habe ich immer wieder erlebt, dass
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gute Bindungen wichtig sind, aber nicht alles. Und ich habe gelernt,
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dass eine zentrale Wirkkraft traumatischer Erfahrungen das Gefühl
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ist, nicht dazuzugehören. „Wer ein chronisches Trauma erlitten hat,
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fühlt sich unwiderruflich anders oder verliert jegliches Gefühl für
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sich selbst.“ (Herman 1993, S. 122). Die Korrektur dieses Gefühls
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braucht das Verstehen. Anke Spies schrieb 2001 in ihrem Artikel
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Auf der Suche nach sich selbst, die Verarbeitung sexueller Gewalt als
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spezifischen Bildungsprozess: „Indem sie selbstzerstörerische Verhaltensmuster durchschauen und als veränderbar erkennen, können
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(sie, Anm. der Verf.) reflexive Fähigkeiten weiterentwickeln, Lebenswillen als zukunftsgewisses Gefühl wahrnehmen und neue Lebensqualität gewinnen.“ (Spies 2001, S. 167)
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Heute ist mehr denn je ein positives Selbstbild, das Gefühl, das
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bin ich und das kann ich, Voraussetzung für eine gelingende Lebensgestaltung. Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen konnten kein stabiles und kohärentes Selbst entwickeln.
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Ihr Selbstkonzept behindert sie oft und wird sie oft behindern,
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wenn es nicht gelingt, die eigenen Verhaltensweisen, Einstellungen,
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Emotionen, Erinnerungsebenen wie Rückblenden und Albträume
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verstehbar zu machen: „Ich hatte gelernt, dass der Versuch, die
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eigenen geistig-seelischen Reaktionen auf eine Erfahrung zu verstehen, psychologisch äußerst konstruktiv sein kann“ (Bettelheim
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1982, S. 21)
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Die Unterstützung der Selbstbemächtigung, zu Stabilität und
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Kohäsion des Selbst beginnt mit der Förderung von Selbst-Verstehen. Mit der Förderung der Selbstwahrnehmung unterstützen die
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professionellen Helfer Jana und Philipp dabei, ihre Selbstregulation
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entwicklungsfördernd zu gestalten. Und wenn sie traumatische Erinnerungsebenen verstehen und regulieren können, werden sie ein
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mehr an sozialer Teilhabe erreichen.
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Die Lebenserfahrungen von Mädchen und Jungen in der Heimerziehung sind von wenig Selbstwirksamkeit geprägt. Sie haben
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