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138
Aufgabe wird zu Unrecht im pädagogischen und im konventionellen
Traumasetting vernachlässigt. „Vielmehr bietet die Gruppe auch
eine große Chance zur Integration traumatischer Erfahrungen.“
(Bausum 2016, S. 307). Weil auch Gleichaltrigenbeziehungen
zur Bindungssicherheit beitragen können, gilt die Belebung der
Gruppenarbeit als Beitrag zur Aufhebung von Scham, Isolation und
Individualisierung von Leid (ebd.).
Literaturtipps
Bowlby, J. (1995): Elternbindung und Persönlichkeitsentwicklung. Therapeutische
Aspekte der Bindungstheorie. Heidelberg.
Gahleitner, S. (2011): Das therapeutische Milieu in der Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen. Trauma- und Beziehungsarbeit in stationären Einrichtungen.
Bonn.
Gahleitner, S. (2019): Professionelle Beziehungsgestaltung in der psychosozialen
Arbeit und Beratung. Tübingen.
Goldstein, J./Solnit, A./Freud, A. (1991): Jenseits des Kindeswohls. Frankfurt/M.
Großmann, K. E./Großmann, K. (2002): Das eingeschränkte Leben. Folgen
mangelnder und traumatischer Bindungserfahrungen. In: Gebauer/Hüther
(Hrsg.): Kinder brauchen Wurzeln. Neue Perspektiven für eine gelingende Entwicklung. Düsseldorf, Zürich.
Lang, T. (2016): Bindung und Trauma. Co-Regulation und Selbstregulation die
äußere und die innere Welt korrigierender Beziehungserfahrungen, in: Weiß/
Kessler/Gahleitner, Handbuch Traumapädagogik.
Schleiffer, R. (2009): Der heimliche Wunsch nach Nähe. Bindungstheorie und Heimerziehung. 4. Aufl., Weinheim, München.
Für Expert*innen, super zu verstehen
Köhler-Saretzki, Th., Merten, A. (2017): Wo ist Wilma? Ein Bilderbuch über
Bindungsmuster.
8.
Der bin Ich. Die Pädagogik der
Selbstbemächtigung
Ich habe das Konzept der Pädagogik der Selbstbemächtigung in
der Tradition der emanzipatorischen Pädagogik der 1970er Jahre
entwickelt. Die Notwendigkeit der Selbstbemächtigung gründet
in den Ohnmachtserfahrungen der Mädchen und Jungen aus
herausfordernden Lebenssituationen. Sie waren Objekte für die Bedürfnisse Erwachsener, heute leiden sie unter den Auswirkungen