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Gegenagieren‘ (ebd.) und bestätigen so die Grundannahme ‚Erwachsene helfen nicht‘. Die Chance einer korrigierenden Bindungserfahrung ist vertan und die Pädagog*in erlebt Handlungsunwirksamkeit.
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Diese Bindungsfallen erfordern einen reflexiven Umgang. Für
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welche Bindungsfalle bin ich anfällig? Wie kann ich mich und mein
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Gegenüber schützen? Die Gefahren der Bindungsfallen aufgrund
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hochunsicherer Bindung entkräften wir mit ruhigem Agieren und
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Setzen sowohl der eigenen Grenze als auch der Versorgung der hohen
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Unsicherheit der Mädchen und Jungen. Um dies leisten zu können,
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müssen wir unsere → Gegenreaktionen wahrnehmen und versorgen.
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Wenn wir zusätzlich Transparenz der Anwesenheit schaffen, z. B.
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durch allen zugängliche Dienst- und Urlaubspläne (Bausum 2013),
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erhöhen wir die Sicherheit der Mädchen und Jungen, die Angst vor
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Verlassensein haben. Um vermeidend gebundenen Mädchen und
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Jungen eine korrigierende Bindungserfahrung zu gönnen, bedarf
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es hin und wieder einer freundlichen Belagerung zwischen Dasein und Akzeptanz der Distanz: ‚Mich interessieren Deine Ideen,
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Schwierigkeiten und Erfolge. Ich möchte Dich unterstützen‘. „Kinder
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und Jugendliche mit bindungsabwertender Kommunikation fühlen
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sich mehr gesehen und verstanden, wenn wir ihr Distanzbedürfnis
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respektieren und ihr Vermeidungsverhalten akzeptieren. Wir bieten
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Beziehung an und lassen gleichzeitig die Mädchen und Jungen
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Beziehungsnähe und -distanz selber regulieren.“ (Lang 2016, S. 274)
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Die Reflexion unserer Bindungsfallen ist Grundlage der
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Korrektur schädigender Bindungsmodelle. Diese Korrektur muss
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als wesentlicher Schutzfaktor in der Hilfeplanung eine zentrale Rolle
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spielen.
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Bindungssensible Netzwerke
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„Bindungs- und Beziehungsprozesse entfalten ihre Wirksamkeit
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in stationären Settings – wie im frühkindlichen Bildungsprozess
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auch – nicht durch eine isolierte Einzelbeziehung zu einer Person
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alleine, sondern innerhalb eines sozialen Netzwerkes, sowohl im
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unmittelbaren Umfeld als auch darüber hinaus.“ (Gahleitner 2011,
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