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Traumapädagogische Konzepte berühren alle Ebenen der Einrichtungen. Ein so weit als möglich sicherer Ort7 für Kinder setzt die
Sicherheit aller Akteure die Unterstützung von Selbstbemächtigung
selbstbemächtigte Pädagog*innen voraus. Deshalb plädieren Lang,
Kühn u. a. dafür, die Mitarbeiter*innen und die strukturellen Abläufe mit in das traumapädagogische Konzept aufzunehmen (vgl.
Kühn 2007; Lang 2009; auch Weiß 1999).
Der Fachverband Traumapädagogik
Die Gründung eines Fachverbandes für Traumapädagogik zur Zusammenführung der traumapädagogischen Diskurse und der Qualitätssicherung der unterschiedlichen traumapädagogischen Projekte
war überfällig. Auf Initiative von Martin Kühn und mir organisier(t)
en sich 2008 Pädagog*innen und psychosoziale Fachkräfte aus
unterschiedlichen Professionen, aus Wissenschaft und Praxis, um
gemeinsam Mädchen und Jungen aus herausfordernden stärkende
Unterstützung zukommen zu lassen, indem qua Vernetzung, Kooperation, Weiterbildungsangeboten und Praxisgestaltung psychosozialen Fachkräften und Pädagog*innen durch die BAG (heute
Fachverband) Orientierung und Expertise durch Interdisziplinarität
und die Verbindung von Theorie und Praxis zur Verfügung gestellt
wird. Zentrale Momente sind die Berücksichtigung gesellschaftlicher Verhältnisse, im Besonderen die Sensibilität für Differenzverhältnisse und der Einbezug des unmittelbar sozialen Klimas.
Nach einem intensiven Diskussionsprozess stellte die BAG im
November 2011 Standards für traumapädagogische Konzepte in der
Kinder- und Jugendhilfe (BAG TP 2011) vor. Seit 2010 gibt es ein
von der BAG Traumapädagogik und der Deutschen Gesellschaft
für Psychotraumatologie (DeGPT) entwickeltes Curriculum für
die Weiterbildung zum/zur TraumaPädagog*in und Traumafachberater. Der Fachverband Traumapädagogik hat 2017 Standards zur
traumasensiblen Diagnostik unter dem Titel „Weg vom Fall hin
7
Die Begrifflichkeit „Sicherer Ort“ hat sich als Arbeitsbegriff mittlerweile eingebürgert. Meines Erachtens gibt es nur den so weit als möglich sicheren Ort.