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B Traumainformierte Pädagogik
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„Man kann einen Menschen nichts lehren,
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man kann ihm nur helfen,
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es in sich selbst zu entdecken.“
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(Galileo Galilei)
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Noch immer wird, wenn es um die Bewältigung von herausfordernden Lebensumständen geht, auf die Psychotherapie
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fokussiert, während die Möglichkeiten der Pädagogik weniger in
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Betracht gezogen werden. Einen der vielen Gründe hierfür sprach
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eine Pädagogin in einer vor mir durchgeführten Befragung (Weiß
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1999) offen aus: Die traumatischen Erlebnisse der Kinder an das
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therapeutische Setting zu delegieren sei eine Möglichkeit, das eigene
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Entsetzen zu verdrängen.
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Die grundsätzlichen Fragen nach den Ursachen der Gewalt
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von Männern gegen Frauen, Mädchen und Jungen, von Gewalt
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Erwachsener gegen Kinder werden in den geschlossenen Raum der
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Therapie verlegt und damit auch verleugnet.
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Für die Mädchen und Jungen hat dies zum Teil tragische
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Folgen. Anstatt die Möglichkeiten von Pädagogik und Therapie
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zur Korrektur der Folgen traumatischer Lebensumstände zu nutzen,
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wird zum Teil hilflos an den Symptomen der Mädchen und Jungen
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herumgedoktert. Es fehlt das Wissen um den Guten Grund ihrer
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Verhaltensstrategien. Therapien werden nur in die Wege geleitet,
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wenn die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden,
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Methode und Inhalte spielen eine untergeordnete, manchmal
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keine Rolle. Die spezifischen Belastungen der Helfer*innen im Umgang mit traumatisierten Mädchen und Jungen werden nicht ausreichend wahrgenommen (Eberhard/Eberhard 2000; Weiß 1999).
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Im Gegensatz zu der Annahme, nur durch therapeutische Hilfestellung seien traumatische Erfahrungen zu korrigieren, stellt die
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pädagogische Begleitung eine große Chance zur Unterstützung der
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Mädchen und Jungen dar. „Die Integration des Unannehmbaren
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