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der Kolk u. a. (2000, S. 77) – alle anderen psychoanalytischen Denkrichtungen bis auf weiteres aus dem Feld geschlagen.
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Die psychoanalytische Auffassung vom Trauma wurde in der
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Zeit nach Freud um die Psychologie der Objektbeziehungen, um den
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Aspekt der Beziehung, erweitert: Das Trauma liegt im Beziehungsfeld und verändert die Beziehung zu den äußeren Objekten (meint
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Beziehungspersonen) sowie den inneren Repräsentanten derselben.
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Die frühen Beziehungserfahrungen erhalten eine zentrale Rolle in
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der Entwicklung des Kindes als die ‚stützende Umwelt‘ (Winnicott
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1974; Balint 1966). Ein Entwicklungstrauma entstehe, wenn die
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angemessenen Reaktionen auf die Bedürfnisse des Kindes durch
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die Bezugspersonen unterbleiben.
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In der Zwischenzeit hat die Psychoanalyse obige Erklärung
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revidiert, äußere Einwirkung und innere Verarbeitung berücksichtigt (vgl. Hirsch 2005). Einige Vertreter der Psychoanalyse halten
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weiterhin an der ödipalen Rivalität von Tochter zur Mutter als Bestandteil eines Erklärungsversuches sexueller Gewalt fest.
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In Folge veränderten Psychoanalytikerinnen die Theoriebildung
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des psychoanalytischen Frauenbildes, indem sie sich mit der überkommenen Sicht der Frau in der Psychoanalyse beschäftigen
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(Chassequet-Smirgel 1974; Rohde-Dachser 1991). Die Analytikerin
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Alice Miller kritisierte in ihrem Buch Du sollst nicht merken Freuds
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Triebtheorie und seine Beschreibung der infantilen Sexualität
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(Miller 1981, S. 154), da diese in ihrer Funktion „[…] im ganzen
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Gefüge der gesellschaftlichen Verdrängung hervorzutreten scheint,
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[…].“ (Miller 1981, S. 67). Wiederum eine Psychoanalytikerin setzte
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sich zu Beginn der erneuten Enttabuisierung sexueller Gewalt in
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ihrem Buch Seelenmord. Inzest und Therapie (Ursula Wirtz 1989)
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mit den Folgen sexueller Gewalt und den Möglichkeiten der Bewältigung im Rahmen einer analytischen Therapie auseinander.
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4.2
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Traumata in Folge von Krieg und Faschismus
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Angesichts der aus den Weltkriegen heimgekehrten Soldaten wurde
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die Traumaforschung jeweils intensiviert. Nach dem Ersten Weltkrieg brachen in erschreckend hoher Zahl Männer zusammen,
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