37 lines
1.7 KiB
Markdown
37 lines
1.7 KiB
Markdown
63
|
||
|
||
mit denen sie zu kämpfen haben. Die große Variationsbreite
|
||
zwischen Individuen, traumatischen Ereignissen und den Kontextbedingungen lässt keine pauschalen Verallgemeinerungen zu. In der
|
||
→ Hilfeplanung für Jana, Philipp und all die anderen Mädchen und
|
||
Jungen kommt es auf ein sorgfältiges Verstehen der lebensgeschichtlichen Verletzungen, der Bindungen und der Ressourcen an und auf
|
||
die qualifizierte Einschätzung, in welcher Weise dieses konkrete,
|
||
individuelle Kind die traumatischen Ereignisse bewältigt hat.
|
||
|
||
3.
|
||
|
||
„Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal
|
||
vergangen.“
|
||
|
||
Dieses Zitat von William Faulkner gilt in besonderem Maße für
|
||
Menschen, die Schweres erlebt haben. Auch wenn die Mädchen und
|
||
Jungen erst einmal vor weiteren Traumata geschützt sind, so sind sie
|
||
dennoch mit den Auswirkungen konfrontiert. Das vergangene Leid
|
||
ist nicht vorbei, es manifestiert sich in ihrem Selbstbild, im Verhalten
|
||
und steigert das Risiko für die Entwicklung körperlicher Krankheiten. Ohne die Unterschiede der Auswirkungen unterschiedlicher
|
||
Traumata (Kap. 1) nivellieren zu wollen, sind die Reaktionen der
|
||
Kinder vor allem altersspezifisch.
|
||
Entwicklungspsychologische Auswirkungen traumatischer Belastungen
|
||
im Kindheitsalter
|
||
→
|
||
Auswirkungen auf die Identitätsbildung: Selbstwert, Selbstwirksamkeit,
|
||
Selbstwahrnehmung, Selbstregulation
|
||
→ Das Körperschema: Die Wahrnehmung des Körperäußeren, der Körpergrenzen und des Körperinneren
|
||
→
|
||
Beeinträchtigte Bindungsfähigkeit
|
||
→
|
||
Die Ausbildung traumabezogener Erwartungen
|
||
→
|
||
Die moralische Entwicklung: Verwirrte kognitive Normen über
|
||
Generation, Sexualität und Geschlechterrollen, potenzierte Übernahme
|
||
von Geschlechtsrollen
|