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Präventionsarbeit profitieren, da der unterschiedliche kulturelle
Hintergrund in den Präventionsthemen noch nicht ausreichend
berücksichtigt ist (vgl. Freund 2001). Die geringe Beteiligung ausländischer Pädagoginnen und Pädagogen und die wenigen Einrichtungen, die sich mit speziellen Angeboten für ausländische
Kinder etablieren konnten, verweisen auf einen Mangel an interkulturellen Ansätzen in den Hilfeangeboten. Für viele Mädchen
aus anderen Kulturen ist es z. B. wichtig, dass ihnen bei einer
Inobhutnahme mädchenspezifische Wohnformen zur Verfügung
stehen. Die Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge ist
sowohl ein gesellschaftlicher als auch ein sozialpolitischer Skandal.
Die Hilfeangebote sind mangelhaft ausgestattet, die betreuenden
Pädagog*innen werden nicht genügend unterstützt. Der unsichere
Aufenthaltsstatus muss als retraumatisierend bezeichnet werden.
Es besteht ein Mangel an Beratungsangeboten in der jeweiligen
Sprache.3
Dieses Buch ist ein Buch aus der Praxis für die Praktiker*innen,
wenngleich es nicht ohne Theorie auskommen kann. Jede Praxis
ist auf wissenschaftlichem Boden begründet. Möglicherweise hat
es theoretische Schwächen: Viele Befunde der Traumaforschung
sind bislang noch nicht auf pädagogische Arbeitsfelder bezogen
worden. Doch ein Standpunkt, der die Verwendung von Erkenntnissen von Traumatheorie und Traumaforschung therapeutischen
Spezialist*innen und Wissenschaften vorbehält, muss im Interesse
der betroffenen Mädchen und Jungen und der sie begleitenden
Pädagog*innen überprüft werden. Ich habe keinerlei Zweifel hinsichtlich der Sinnhaftigkeit der therapeutischen Profession. Und
die Begleitung von Mädchen und Jungen aus herausfordernden
Lebensumständen muss auch in der Pädagogik stattfinden.
Im Zentrum dieser Arbeit über den pädagogischen Umgang
mit Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen
stehen vor allem die Möglichkeiten von teilstationären, stationären
Einrichtungen und Pflegefamilien. Sicherlich können auch
Pädagog*innen in anderen Berufsfeldern wie der Schule, der offenen
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Die Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch Zartbitter Köln bietet Präventionsmaterial für Mädchen in acht verschiedenen Sprachen an.