2026-001/documents/handbuch-traumapaedagogik/pages/537.md

31 lines
3.1 KiB
Markdown
Raw Blame History

This file contains ambiguous Unicode characters

This file contains Unicode characters that might be confused with other characters. If you think that this is intentional, you can safely ignore this warning. Use the Escape button to reveal them.

Literatur
gischen Wandel ist es wünschenswert, dass auch die Jugendämter, Fachverbände
und Landesjugendämter die traumapädagogischen Standards kennen und die psychotraumatologischen Wissensbestände und traumapädagogischen Haltungen
vertreten.
Eine wertgeleitete Pädagogik ist eine ethische Pädagogik. Da ethische Grundhaltungen nicht einfach für die Praxis zu operationalisieren sind, benötigen wir
zur Verständigung und Implementierung der Werte verbindliche Orte und Menschen, die praxisbezogen das Wachstum und die Verstetigung ethischer Haltungen unterstützen. Eine verantwortbare Traumapädagogik postuliert einen sicheren institutionellen Bezugsrahmen, der die pädagogischen und ethischen
Grundlagen fortwährend bereitstellt und durch systematische Reflexionsprozesse
aktualisiert. Zur Realisierung in der Praxis braucht es dafür einen fachlich-ethischen Bezugsrahmen, qualifizierte und empathische pädagogische Fachkräfte und
institutionelle Voraussetzungen und Vorgaben für diese reflexiven Räume. Verantwortlich für die Herstellung dieser Bedingungen sind die Führungskräfte einer
Organisation.
Die Traumapädagogik tritt ein für eine hohe Betreuungs- und Erziehungsqualität in der Kinder- und Jugendhilfe. Die traumapädagogischen Standards bieten
hierfür strukturelle und fachliche Antworten an.
Literatur
BAG Traumapädagogik (2011): Standards für traumapädagogische Konzepte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Halle: BAG Traumapädagogik. www.bag-traumapaedagogik.de/index.
php/standards.html (Abruf 12.6.2015); aktuell: https://fachverband-traumapaedagogik.org/
wp-content/uploads/2024/09/FVTP_Standards.pdf (Abruf 12.12.2024)
Bausum, J. (2023): Haltung als Wurzel und Basis traumapädagogischer Entwicklung. In: Unsere Jugend75. Jahrgang; Ausgabe 7+8/2023.
Deutscher Bundestag (2009): 13. Kinder- und Jugendbericht. Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Leistung der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. Teil E: Mehr Chancen für gesundes Aufwachsen Empfehlungen für den Beitrag der Kinder- und Jugendhilfe zu
gesundheitsbezogener Prävention und Gesundheitsförderung. Berlin: Bundesanzeiger.
https://www.bmfsfj.de/resource/blob/93144/f5f2144cfc504efbc6574af8a1f30455/13-kinder-jugendbericht-data.pdf (Abruf 12.12.2024)
Deutscher Bundestag (2013): 14. Kinder- und Jugendbericht. Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Leistung der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. Teil D: Wege zu
einer aktiven Gestaltung des Aufwachsens: Die Kinder und Jugendhilfe in neuer Verantwortung Leitlinien für eine Neugestaltung des Aufwachsens. Berlin: Bundesanzeiger. https://www.
bmfsfj.de/resource/blob/93146/6358c96a697b0c3527195677c61976cd/14-kinder-und-jugendbericht-data.pdf (Abruf 12.12.2024)
Diakonie RWL (2011): Ethische und rechtliche Grundlagen erzieherischen Handelns Teil 1. In:
Schriftenreihe des Ev. Fachverbandes für erzieherische Hilfen: Verantwortung und Handlungssicherheit im Alltag der Erziehungshilfe.
Aktuell: https://www.paedagogikundrecht.de/wp-content/uploads/2013/04/Handreichung-Diakonie-22.pdf (Abruf 12.12.2024)
537