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Bedeutung sozialer Angst
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Entwicklung und Ausgestaltung zu beteiligen. Das kann nur gelingen, wenn die
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erwachsenen Bezugspersonen haltgebende Strukturen einfordern und durchsetzen, ohne dabei ängstigende und verunsichernde Konsequenzen und Sanktionen
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auszusprechen, die eine Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an der Gestaltung des Miteinanders verhindern würden (vgl. Bausum 2013).
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Bedeutung sozialer Angst
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In der traumapädagogischen Gruppenarbeit versuchen wir, unter anderem mit
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transparenter und kohärenter Gruppendynamik, haltgebenden Strukturen im
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Gruppenalltag und standardisierten Reflexionsrunden, Kindern und Jugendlichen
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das Gefühl von Selbstwert in sozialen Kontakten zugänglich zu machen. Eine besondere Bedeutung bei der Integration dieser Angebote haben die sozialen Ängste,
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die Kinder und Jugendliche aufgrund möglicher Belastungen und Traumatisierungen entwickelt und verinnerlicht haben. Soziale Ängste sind:
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• Angst vor bestimmten Menschen und Situationen: ›Der ist bestimmt so drauf
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wie mein Vater‹
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• Angst vor dem Verhalten anderer Menschen: ›Die werden mich alle auslachen
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und fertig machen‹
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• Angst vor bestimmtem eigenen Verhalten: ›Hoffentlich raste ich nicht wieder
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aus‹
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• Angst vor eigenen Gedanken und Gefühlen: ›Ich bekomme nie etwas hin! Ich
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bin es auch nicht wert‹
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• Angst, die eigenen Gedanken und Gefühle mitzuteilen: ›Wenn ich etwas erzähle, werden sie mir nicht glauben‹
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Diese Grundannahmen begleiten die Kinder und Jugendlichen in jeder Situation
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und zu jeder Tageszeit. Sie beeinträchtigen massiv ihre sozialen Kompetenzen und
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die Bereitschaft, sich immer wieder in soziale Interaktionen einzulassen. Das führt
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unweigerlich zu Isolation oder zu Aggressionen und verhindert so konsequent das
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Erleben von Selbstwirksamkeit in sozialen Kontakten.
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Der Handlungsbedarf ist immens und auch hier bedarf es der Transparenz. Die
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Kinder und Jugendlichen müssen erfahren, was soziale Ängste sind und wie sie
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wirken. Sie müssen erfahren, dass alle Menschen mehr oder weniger stark von der
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Wirkmacht sozialer Ängste betroffen sind. Das ist die Voraussetzung dafür, dass
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sich die betroffenen Kinder und Jugendlichen mit den angstbesetzten Situationen
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auseinandersetzen können. Um zu überprüfen, ob die Befürchtung, die sie daran
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hindert, sich auf andere Menschen oder eine ganze Gruppe einzulassen, einen realen Anteil in der Gegenwart hat oder ob sie vielmehr an alte Erfahrungen gebunden ist.
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