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Die Expert*innenschaft
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Zweigeschlechtlichkeit (Zimmermann i. d. B.). Eine wesentliche Grundlage geschlechtsbezogener Pädagogik liegt in der Aufdeckung von Machtstrukturen, die
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Gleichwertigkeit und Differenz verhindern. Perspektivisch gehe es darum, die
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Selbstbestimmung von Mädchen* und Jungen* zu stärken und sie darin zu unterstützen, sich von einschränkenden Zuschreibungen jeglicher Art zu befreien. Das
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gilt auch für junge Menschen, deren geschlechtliche Identität oder sexuelles Begehren nicht heteronormativen Vorstellungen entsprechen. In der Kinder- und
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Jugendhilfe gibt es für sie wenig Aufmerksamkeit. Doch die Zeit der Bewusstwerdung, das »Coming out« fällt meist in die Zeit ihres Aufenthaltes in Einrichtungen
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der Kinder- und Jugendhilfe (Stemmer et al. 2024). Zudem beschreiben die jungen
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Menschen immer noch Heimerziehung als keine große Hilfe für ihre sexuelle Entwicklung mit zum Teil gravierenden Folgen (Helfferich/Kavemann 2016; Weiß
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2024, S. 220ff.).
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Die Entwicklung einer flexiblen, selbst- und fremdschützenden und selbststärkenden Geschlechterrolle als wesentliche Korrektur traumatischer Erfahrungen
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fordert die professionellen Bezugspersonen in besonderer Weise. Fachmenschen,
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die in Kenntnis ihrer geschlechtsbezogenen Orientierungsfunktion diese Inhalte
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umsetzen wollen, können dies nur durch die Reflexion ihrer eigenen Geschlechtlichkeit, ein anspruchsvolles Unterfangen. Möglicherweise erschweren zusätzlich
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die direkte Betroffenheit professioneller Bezugspersonen die Entwicklung einer
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emanzipatorischen Sexualpädagogik. Die Erfahrungen der Kinder berichten von
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zerstörerischer Sexualität. Der Wunsch der Pädagog*innen nach Schutz mündet im
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Tabu, das Tabu kann in Bedrohung münden. Deshalb müssen wir uns den Anforderungen der Sexualpädagogik stellen. Wir sollten uns die Kompetenz aneignen,
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über Sexualität und sexuelle Misshandlung auch in sexueller Sprache zu reden.
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Die Korrektur von geschlechtsspezifischen und sexuellen Normen der traumatisierten Mädchen* und Jungen* setzt eine hohe persönliche Fähigkeit zur Reflexion
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der eigenen Normen und die Fähigkeit des Teams zur Reflexion der Geschlechterfrage, zur Enttabuisierung von Sexualität und sexuellen Grenzüberschreitungen und
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zur Offenheit für Gegenreaktionen auf Übertragung sexualisierter Gewalterfahrungen voraus. Dann ist geschlechtersensible Selbstbemächtigung möglich, und es kann
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sich eine bunte Palette an geschlechtersensibler Sexualpädagogik eröffnen.
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Die Expert*innenschaft
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Die Begleitung zur Selbstakzeptanz bedeutet vor allem, mit den Kindern und Jugendlichen zu reden und sie als Expert*innen für herausfordernde Lebensumstände
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zu begreifen. Thomas räumt die Küche nicht auf. Sein Erzieher droht ihm »Stress«
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an. Thomas antwortet: »Du weißt doch gar nicht, was Stress ist.« Dies ist eine wunderbare Einladung von Thomas, mit ihm über Stress zu reden, etwas über Traumata zu
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