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Traumatische Erlebnisse im und durch das Erfahrungsfeld Behinderung
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minierung, emotionale Entwertung und physische Übergriffe und damit gewaltgeprägte Wirklichkeit verstanden werden muss […]« (Kühn/Bialek 2014, S. 226).
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»Geistig behindert zu sein bedeutet, immer wieder mit Nichtbehinderten konfrontiert zu werden, also die Erfahrung zu machen, anders zu sein, Dinge nicht
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zu dürfen und vor allem nicht zu können, die alle anderen können« (Micknat
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2002, S. 18).
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Dies sei unabhängig von der Reaktion der Gesellschaft als eine traumatische Erfahrung zu werten (Micknat 2002, S. 18).
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Traumatische Erlebnisse im und durch das
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Erfahrungsfeld Behinderung
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David Zimmermann (2012) benutzt in seinem Artikel »Behinderung und Psychotraumatologie« den Ansatz der sequenziellen Traumatisierung von Keilson
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für Menschen mit Behinderung. Die Darstellung in Sequenzen bietet die Möglichkeit, die vielfältigen Wechselwirkungen von Traumatisierung und Behinderung zu berücksichtigen (Zimmermann 2012). Ebenso besteht die Chance, die
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gesellschaftspolitische Dimension traumaverstärkender Faktoren aufzuzeigen
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(Becker 2006).
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Traumatische Erfahrungen überfordern die normalen Anpassungsstrategien
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des Menschen (Herman 2006, S. 53). Zentrales Merkmal einer geistigen Behinderung sei eine Reizverarbeitungsschwäche (Senckel 2008) in der Form, dass Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung viel häufiger Gefühlen von
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Ohnmacht und Hilflosigkeit ausgeliefert sind als Menschen ohne dieses Merkmal.
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Die veränderte Reizverarbeitung beeinflusst die Wahrnehmung: »Sie haben also
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Probleme, ihre Wahrnehmungen zu organisieren und zu verstehen. […] Und so
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wird es ihnen seltener gelingen, differenzierte, an die Situation angepasste Bewältigungsstrategien zu entwickeln« (Senckel 2008, S. 247). Eine ähnliche Aussage
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könnte über Kinder, Jugendliche und Erwachsene getroffen werden, die aufgrund
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von wiederholten, interpersonellen Traumatisierungen Veränderungen in den
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Verarbeitungsprozessen des Gehirns aufzeigen.
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Nach Judith Herman bedeuten traumatische Ereignisse »im Allgemeinen eine
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Bedrohung für das Leben oder die körperliche Unversehrtheit, bringen sie in die
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unvermittelte Begegnung mit dem Tod. Durch traumatische Ereignisse ist der
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Mensch in extremer Weise Hilflosigkeit und Angst ausgesetzt […]« (Herman
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2006, S. 54). Nicht selten gehen dauerhaften Schädigungen körperlicher oder geistiger Art Ereignisse voraus, die traumatisches Potenzial in sich tragen, wie zum
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Beispiel Unfälle, Krankheiten oder misslungene medizinische Eingriffe. Bei der
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