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Schulische BildungsPraxis für vulnerable Kinder und Jugendliche
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Schulische BildungsPraxis für
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vulnerable Kinder und Jugendliche
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Monika Jäckle
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Unkonzentriert sein, Lernen verweigern, panisch werden, sich nichts merken können, verstummen, innerlich weggehen, Chaos am Arbeitsplatz, Schwankungen in
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der Leistung zeigen, Situationen meiden– traumatisierte Kinder und Jugendliche
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fallen auf oder sind für andere unsichtbar. ›Existenzielle‹ Grenzerfahrungen können zu Einschränkungen im Denken und Lernen führen und können als Krisenerfahrungen nur schwer in eine biografisch sinnhafte Ordnung eingebaut werden:
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Traumata entziehen Sinn, enteignen Sinne, zerstören Zusammenhänge, erschüttern
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die eigene Handlungsmächtigkeit und kappen die Verbindung zur Welt. Traumatische Lebenserfahrungen erfassen die gesamte Persönlichkeit und gehen daher oftmals mit Leistungsbeeinträchtigungen und Lernunfähigkeit einher.
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Um zentrale Bedingungen schulischen Lernens (einschließlich Lernbereitschaft
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und Lernfähigkeit) angemessen berücksichtigen zu können, sind Lernprozesse
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stets vor dem Hintergrund relationaler, dialogischer und somatischer Erfahrungen zu fassen, was ein kognitivistisch verengtes Lernverständnis insbesondere für
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die Schule weitet. Schule ist ein möglicher Ort ist, an dem biografisch schwer belastete Kinder und Jugendliche Erfahrungen von Stärkung, von sozialer Akzeptanz
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und Werthaftigkeit, von Sinnstiftung und Ich-Erfahrung machen können und damit eine stützende »Gegenwelt« gegenüber tiefer Vereinsamung und sinnhafter
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Zerstörung erleben können. Schule kann aber auch Lebenschancen vereiteln,
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Selbstwertkrisen auslösen, Eigensinn normieren, ›Bildungs‹Standards setzen,
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Ängste schüren, durch Zwänge reglementieren und dabei verletzende Ausschlüsse
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praktizieren, sodass Schule für traumatisierte junge Menschen letztlich Chance
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wie auch Risiko sein kann.
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Schule als Kultur des Dialogischen, Gestaltenden und
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Wertbehafteten
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Schulkultur birgt ein bildendes und damit persönlichkeitsstärkendes Potenzial für
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schwer belastete Kinder und Jugendliche und kann zum strukturellen Hintergrund für mögliche Anerkennung werden, innerhalb dessen pädagogische Praktiken der Sicherheit, der Kooperation und der Partizipation erst möglich werden:
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