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Heteronormativität als real erlebte strukturelle Diskriminierung in Institutionen
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Jungen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern«, wird seit dem 1. Juli 2021 im Gesetz
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zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (KJSG) § 9 dezidiert der Auftrag erteilt, dass die »...öffentliche und freie Jugendhilfe nunmehr die unterschiedlichen
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Lebenslagen von Mädchen, Jungen sowie transidenten, nichtbinären und intergeschlechtlichen jungen Menschen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung der Geschlechter zu fördern [hat]«. Dies ist
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deutschlandweit einzigartig. Letztendlich bedeutet dies ein konsequenter Schritt,
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wenn man beachtet, dass es schon 2013 durch die Klage einer betroffenen Person
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möglich wurde, für intergeschlechtliche Personen den Geschlechtseintrag in der
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Geburtsurkunde wegzulassen, und es seit 2018 die Möglichkeit gibt, den Geschlechtseintrag »divers« zu beantragen. Hier wird deutlich, dass die Umsetzung
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im KJSG nur eine logische Folge vorangegangener juristischer Entscheidungen ist.
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Heteronormative Strukturen sind trotzdem bisher in allen Institutionen, in denen
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sich TNA* Kinder und Jugendliche bewegen an der Regel. Seien es Toiletten- und
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Waschräume, Umkleidemöglichkeiten, Angebote wie Klassenfahrten, Jugendtreffs, Ferienfreizeiten, Vereinssport etc., all diese Angebote denken in den Strukturen weiblich-männlich und haben deshalb eine anhaltend exkludierende Wirkung
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auf LGBT*I*QA+ Kinder und Jugendliche. Kinder- und Jugendfreizeiten, Sport
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im Verein, selbst der nötige Toilettenbesuch werden zu großen Herausforderungen. Die Tatsache, dass es inter- und transgeschlechtliche Menschen gibt, wird
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bisher grundsätzlich in diesen (sozialen)Räumen nur in Ausnahmefällen mitgedacht. Diese Haltung verändert sich, trotz der gesetzlichen Vorgaben, nur sehr
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langsam und ist weitestgehend vom Engagement Einzelner abhängig. Schon im
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Juli 2011 wurde durch die UNESCO auf die erheblichen Gefahren, die durch heteronormatives Denken für LGBT*I*QA Kinder und Jugendliche entstehen hingewiesen. Hier heißt es, dass »oft schon auf dem Schulhof der Grundschule Jungen,
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die von anderen für zu feminin und unmännlich gehalten werden, oder junge
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Mädchen, die als Tomboys (sich scheinbar jungenhaft verhaltende Mädchen) gelten, Hänseleien aushalten müssen und manchmal aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbilds und Verhaltens die ersten Prügel bekommen, weil ihre Erscheinung
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und ihr Verhalten als Bruch mit der heteronormativen Geschlechtsidentität empfunden werden« (UNESCO 2011). Schule spielt dabei eine relevante Rolle. Sie
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wird als besonders diskriminierender Ort wahrgenommen. Eine repräsentative
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Befragung an Berliner Schulen mit dem Titel »Was erleben queere Jugendliche in
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der Schule?« (Klocke 2012) zeigt erschreckende Ergebnisse, nach denen viele der
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befragten queeren Jugendlichen homophobes Mobbing durch Mitschüler*innen
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(von verbaler Gewalt bis zu Morddrohungen und sexuellen Übergriffen), mangelnde Unterstützung durch Lehrkräfte (z. B. seltenes Eingreifen bei homophober
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Sprache) sowie Diskriminierung durch Schulpersonal erfahre. 17 % erleben: Lehrkräfte hören bei homophoben Sprüchen weg; 18 %: Lehrkräfte lachen bei Schwu-
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