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Äußere Eindrücke und innere Erwartungen
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BEISPIEL
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In der Fachberatung benennt die Pädagog*in die Gefühle der Zerrissenheit beim Mittagessen. In den nächsten Schritten geht es darum, zu sortieren, woher die Gefühle kommen und wie sie in den Zusammenhang zu bringen sind. Ebenso geht es darum, mit der
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Pädagog*in Möglichkeiten zu erarbeiten, wie sie die Zerrissenheit und den damit verbundenen innerlichen Stress versorgen kann, um weiterhin gut im Kontakt mit sich und
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den Kindern sein zu können.
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In der Arbeit mit traumatisierten, schwer belasteten Kindern und Jugendlichen
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kann es im Arbeitsalltag immer wieder zu tabuisierten Gegenreaktionen kommen.
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Insbesondere sind das schambesetzte Reaktionen wie ungeheuerliche Wut, Aggression oder auch sexuelle Erregungsgefühle. So wie sich alle Gefühle im Rahmen der Übertragung und Gegenreaktion widerspiegeln, so wird auch der sexuelle Aspekt bei Missbrauchsopfern spürbar oder der aggressive Aspekt bei Opfern
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von körperlicher Gewalt. Unterstützend für die Handlungsfähigkeit der Päda
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gog*innen ist ein institutionell verankertes professionelles Selbstverständnis, das
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diese Dynamiken selbstverständlich aufnimmt und damit enttabuisiert.
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Die Arbeit mit Übertragung und Gegenreaktion
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in der Pädagogik
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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Nutzen der Psychoanalyse für die Erziehung erkannt und deren Erkenntnisse von Vertretern der entstehenden Bewegung der psychoanalytisch orientierten Pädagogik verwendet.
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Als einer der wichtigsten Vertreter wird hier August Aichhorn (1920/2005) benannt. Er leitete seinerzeit ein Umdenken insbesondere im Umgang mit dissozialen, verwahrlosten Jugendlichen ein. Aichhorns zentraler Gedanke war es, wer
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sich mit Beziehung auseinandersetze, müsse sich auch mit Übertragung auseinandersetzen. Aichhorn verwendet den Begriff der positiven Übertragung, in die die
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Pädagog*innen die Kinder und Jugendlichen bringen müssen. Es gilt zu verhindern, »dass sich mit ihm [dem Pädagogen] jene Situation wiederholt, die zum inneren Konflikt geführt hat. Für die analytische Situation ist gerade diese Situation
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von Wichtigkeit« (Aichhorn 2005, S. 106).
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Durch den Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland
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und die einsetzende Verfolgung von Psychoanalytikern zerschlug sich die Bewegung der psychoanalytisch orientierten Pädagogik. Einige Vertreter flohen nach
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England, andere nach USA (Günter/Bruns 2010, S. 31ff.).
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Eine Weiterentwicklung der Konzepte schreitet seitdem eher zersplittert und
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von außen betrachtet mühsam voran (siehe hierzu ausführlich Margret Dörr in
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diesem Band). Einige wenige Schriften beschäftigen sich explizit mit der Dynamik
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