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Raw Blame History

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Partizipation

Wichtig ist es, dem Kind das Angebot der Mitsprache zu machen, unter keinen Umständen darf es dazu gedrängt werden. Ein traumatisiertes Kind benötigt oft Zeit und positive Erfahrungen, um Mitsprache für sich ernst zu nehmen. »Keine Entscheidung ohne das Kind gehört zu haben!«, bedeutet einen wichtigen Erfahrungssprung für einen Menschen, dem bislang Kontrolle und das Recht auf eigene Meinung verwehrt [blieb]. Stufe 3 Mitbestimmung: Wenn das Kind bereit und in der Lage ist, sich gleichberechtigt am Entscheidungsverfahren zu beteiligen, ist dies die Wiederaufnahme des dialogischen Prinzips, das dem Kind umfangreiche Kontroll- und Wahlmöglichkeiten gewährleistet. Stufe 4 Selbstbestimmung: Das Kind erlebt Eigenverantwortlichkeit, auch in Teilfragen. Wo immer es geht, ist Selbstbestimmung zu realisieren […] Effekt ist eine zunehmend größer werdende Wahrnehmung der eigenen Selbstwirksamkeit.« (Kühn 2013, S. 143144)

Traumapädagogik als empirisch erwiesener Wirkfaktor Aktuelle Studien belegen, dass Traumapädagogik nicht nur Auswirkungen auf die pädagogischen Fachkräfte hat, sondern in der Folge auch auf die Kinder und Jugendlichen.

Auswirkungen bei pädagogischen Fachkräften Traumapädagogisch geschulte Fachkräfte weisen ein erheblich besseres theoretisches Fachwissen hinsichtlich relevanter traumabezogener Aspekte auf. Das betrifft die Gestaltung innerer wie äußerer sicherer Orte, geschlechtsspezifisches Bindungsverhalten oder Schutz von Kindern/Jugendlichen vor Retraumatisierungen (Macsenaere/Klein 2011). Darüber hinaus gelingt auch die praktische Alltagsarbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen statistisch nachweisbar besser, beispielsweise bezogen auf den Umgang mit Flashbacksituationen bzw. das Erkennen von Triggern sowie von Bindungsbedürfnissen und -problemen bei Mädchen wie bei Jungen. Eine konsequente Umsetzung traumapädagogischer Konzepte bei pädagogischen Fachkräften bedingt darüber hinaus einen signifikanten Zuwachs im Verständnis für problematische Verhaltensweisen (Macsenaere/Klein 2011) und bewirkt somit eine veränderte Grundhaltung gegenüber traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Sie leistet demnach einen wertvollen Beitrag für eine gelingende Kooperation zwischen Pädagog*innen und jungen Menschen, die wiederum