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Ethik als Frage der Versorgungsgerechtigkeit innerhalb einer Gruppe
für die Fachkräfte, was sich sogar an einer geringeren Cortisolkonzentration in
den Haaren feststellen lässt (Schmid et al. 2020).
sichere Orte
Diskussion von
ethischen Themen
Abb. 2: Engels- bzw. Teufelskreis aus offener Kommunikation und dem sicheren Ort
Die Debatte um das ethisch-moralische Handeln und der Austausch über
ethisch-moralische Themen zeigen noch einmal mehr, wie wichtig das Konzept
des sicheren Ortes ist. Hier wird sehr schnell deutlich, dass der sichere Ort einerseits die Vorraussetzung für die Diskussion von ethischen Themen ist, andererseits
aber auch die Folge davon, und dass sich somit ein Engelskreis im positiven Sinne
und ein Teufelskreis im negativen Sinne schließt (Abb. 2). Letztlich ist es entscheidend, dass es in der gesamten Einrichtung, über alle Funktionsträgerebenen in der
Versorgungskette hinweg, möglich ist, ethische Themen zu besprechen und zu diskutieren und dass sich die oberste Leitung dafür öffnet, die Sorgen und Nöte der
Gruppenpädagogik und der Kinder und Jugendlichen auch zu hören, wenn es um
moralische Themen geht. Deshalb ist es ein wichtiges Warnsignal, wenn Institutionen ihre Konzepte nicht oder nicht mehr mit ihren Mitarbeiter*innen diskutieren und ihre Praxis nicht offen nach außen kommunizieren. Vice versa ist es ein
Qualitätsmerkmal, wenn Konzepte möglichst offengelegt und mit jedem neuen
Mitarbeitenden, den zuweisenden Behörden und natürlich auch den Kindern und
Jugendlichen offen diskutiert und transparent begründet werden.
Ethik als Frage der Versorgungsgerechtigkeit
innerhalb einer Gruppe
Ein häufiges ethisches Dilemma, mit dem man sich besonders in der Wohngruppenpädagogik nicht verschließen kann, ist die Balance zwischen den Bedürfnissen
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