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Hochuli Freund
31.7.17 S. 269
Bedürfnisse aufnehmen
spannend. Damit dieses Nachmittagsangebot auch nach Abschluss meines Praktikums weitergeführt werden konnte, habe ich mein Team über das gesamte Projekt mündlich genau informiert und instruiert. Alle relevanten Informationen habe ich in einem Ordner abgelegt und zugänglich für alle gemacht.
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Erkenntnisse aus der Fallbearbeitung
Das Hauptanliegen bei der gesamten Fallbearbeitung war, mit der Hilfe des Konzepts KPG ein Projekt zu realisieren. Mit den Schritten Situationserfassung, Analyse und Diagnose ist es mir gelungen, von einem zunächst völlig neuen, unbekannten Fall zu einer Fragestellung für die Professionellen zu gelangen und so die Grundlage für das Projekt (die Intervention) zu legen. Es ist für mich eine wichtige Erkenntnis, dass sich der Aufwand lohnt, eine ausführliche Situationserfassung und Analyse zu erstellen, und dass eine Diagnose zu ganz neuen Erkenntnissen führen kann. Die fortlaufende genaue Dokumentation hat die Fallbearbeitung sehr erleichtert. Auch die Planung aller Schritte habe ich als förderlich empfunden. Auf diese Weise konnte ich die wenige Zeit effizient nutzen und den Zeitrahmen einhalten. Im Zentrum meines Projektes standen die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Bedürfnissen, Interessen und Wünschen. Es war mir wichtig, sie alle mit einzubeziehen, denn nur so konnte ich meine Idee umsetzen, für möglichst viele Personen etwas Neues, Vielfältiges und Bedeutsames zu schaffen. Dabei wollte ich auch all Personen ansprechen, die ansonsten wenig an gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen. Insbesondere beim Prozessschritt Situationserfassung war die Kooperation mit den Bewohnerinnen und Bewohnern hoch. Die regelmässig hohe Teilnehmerzahl und die Rückmeldungen bei der Musikhörstunde und im Alltag haben mir aufgezeigt, dass dieses Angebot den Wünschen der Personen entspricht. Dank der sorgfältigen Dokumentation kann das Angebot auch nach dem Ende meines Praktikums von anderen weitergeführt werden. Das Alter und Altern wird häufig mit Stagnation und Abbau verbunden. Dennoch besitzen ältere Personen immer noch viele Ressourcen und Kompetenzen, die es zu nutzen und erhalten gilt. Mit dem geschilderten Projekt wurde jedoch nicht primär an den individuellen Ressourcen und Kompetenzen gearbeitet. Vielmehr wurde auf der Ebene der Gruppe ein Gefäss geschaffen, welches das soziale Miteinander fördert und nebenbei auch die individuelle Kompetenzerweiterung unterstützen kann. In der Diagnose wurden ausserdem wichtige Anhaltspunkte formuliert, was die Professionellen der Sozialen Arbeit allgemein beachten sollen, damit sie alternde Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung so unterstützen können, dass diese ihre Ressourcen und Kompetenzen möglichst lange gut nutzen können. 269