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Lebensführung, soziale Integration und gesellschaftliche Teilhabe,
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Kap. 4). Zur Basis des Konzepts gehören auch alle aktuellen
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Wissensbestände der Sozialen Arbeit sowie das Selbstverständnis,
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relevantes Wissen aus Nachbardisziplinen (wie etwa Soziologie,
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Psychologie, Recht) beizuziehen. Ein bio-psycho-soziales Menschenbild,
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die Grundorientierungen der Sozialen Arbeit – wie
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Ressourcenorientierung, Lebensweltorientierung, systemisches Denken –
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sind zudem wesentliche Bausteine ( Kap. 2.2.3.).
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• Arbeitsprinzip I: Nachdenken auf der Fachebene, »erst verstehen,
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dann handeln«
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Soziale Arbeit hat es mit vielfältigen komplexen, einzigartigen
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Problemstellungen zu tun ( Kap. 2.2.). Professionelle der Sozialen Arbeit
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sind in der Lage, diese Komplexität angemessen zu erfassen, relevante
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Wissensbestände in strukturierter Weise beizuziehen und zu nutzen, um
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einen Fall in seiner Dynamik zu verstehen; dabei berücksichtigen sie
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methodische Standards zur Komplexitätsreduktion. Auf diese Weise sind
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sie in der Lage, in Kooperation mit Klientinnen fallspezifisch passgenaue
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Interventionen zu entwerfen, die wirklich hilfreich sind.
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• Arbeitsprinzip II: Arbeitsbeziehung mit gemeinsamer
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Suchbewegung
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Eine gute Unterstützung, Beratung oder Begleitung bedarf einer
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Arbeitsbeziehung mit Klienten ( Kap. 5.1). Es gilt einen Zugang zu einer
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Klientin (und gegebenenfalls ihren Angehörigen) zu finden, eine
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Arbeitsbeziehung mit ihr aufzubauen und einen gemeinsamen
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Suchprozess bis hin zu wünschenswerten Veränderungen zu gestalten.
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Dazu nutzen Professionelle methodisches Wissen. Zugleich arbeiten sie
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mit ihrer eigenen Person als Arbeitsinstrument, denken über sich selbst
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nach und reflektieren ihr Handeln kontinuierlich und selbstkritisch.
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• Anwendung des Prozessmodells: Flexible Ausgestaltung im Kontext
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Kooperative Prozessgestaltung ist ein generalistisches und
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methodenintegratives Konzept, das grundsätzlich in all den
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unterschiedlichen Praxisfeldern der Sozialen Arbeit genutzt werden kann
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( Kap. 2.2.). Das bedeutet zugleich, dass für die konkrete
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berufspraktische Arbeit eine arbeitsfeld- und organisationbezogene
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Konkretisierung des Konzepts erforderlich ist, bei der die konkreten
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Rahmenbedingungen (wie etwa Organisationsauftrag, Problemstellungen
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der Zielgruppe, Ausstattung der Einrichtung/des Dienstes) berücksichtigt
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werden. Auch die Besonderheiten in jedem Fall verlangen nach einer
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flexiblen Nutzung des Prozessmodells und nach der Auswahl von
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fallspezifisch angemessenen geeigneten Methoden ( Kap. 7.3.1.)
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Außerdem können Sozialpädagogen und Sozialarbeiterinnen das
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Prozessmodell auch in zeitlicher Hinsicht flexibel handhaben, denn sie
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wissen, dass – zumeist gleichzeitig – verschiedene Prozesszyklen in
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unterschiedlichen Tempi durchlaufen werden ( Kap. 7.3.2.).
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(Hinweis: Eine Erläuterung zu dieser Abbildung finden sich im Erklärvideo
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»Kooperative Prozessgestaltung. Ursula Hochuli Freund und Raphaela
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Sprenger im Gespräch über die wichtigsten Aspekte des Konzepts.
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https://tube.switch.ch/videos/be906f94).
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