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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 47
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Anforderungen an professionelles Handeln
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Klienten werden z. T. übergangen und bevormundet. Dahinter steckt nicht
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zwingend böse Absicht und Mutwilligkeit, solche Verhaltensweisen lassen sich
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nicht immer vermeiden und sind zu grossen Teilen den Spannungsfeldern Sozialer Arbeit geschuldet. Es besteht eine strukturelle Asymmetrie zwischen der hilfesuchenden Person und der Fachkraft, die Machtausübung beinhaltet und zu
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negativen Folgen führen kann (vgl. ebd.:58f.). Umso wichtiger ist deshalb eine
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beständige Reflexion von Kooperation und Arbeitsbeziehung. Mit KPG wird
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der Blick ausdrücklich darauf gerichtet und so können eigene Verwicklungen
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aufgedeckt und das Handeln sowie die eigene Haltung verändert werden. KPG
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kann damit auch eine Kontroll- und Schutzfunktion für die Klientinnen und
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Klienten übernehmen. Sie ermöglicht den Professionellen sich über die Asymmetrie im Klaren zu sein und Klientinnen und Klienten daher bewusst einzubeziehen.
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Fazit
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Professionelles Handeln bezeichnet qualitativ hochwertiges, bewusstes Handeln
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im beruflichen Kontext. Der Vergleich verschiedener Publikationen zeigt, dass
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die Qualität und die konkreten Anforderungen an professionelles Handeln in
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der Sozialen Arbeit darin bestehen, die dort inhärenten Spannungsfeldern auszuhalten und einen angemessenen Umgang mit diesen strukturellen Besonderheiten zu finden sowie über verschiedene zentrale Kompetenzen und eine
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Grundhaltung zu verfügen. Zudem bedarf es einer Systematik, die hilft, das methodische Handeln zu strukturieren. Das Konzept KPG stellt einen Professionalitätsentwurf für die Praxis dar, der all diese Voraussetzungen erfüllt. Es baut
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auf die strukturellen Bedingungen auf, ist generalistisch angelegt und damit für
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das gesamte Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit geeignet. Es werden klare Voraussetzungen für professionelles Handeln definiert, wodurch ein Massstab gesetzt wird, über welche Kompetenzen Professionelle grundsätzlich verfügen
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müssen. Gleichzeitig wird auch das praktische Handwerkszeug geliefert, um
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diese Kompetenzen erwerben zu können. Unter professionellem Handeln wird
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dabei der gesamte Prozess einer Fallbearbeitung in Zusammenarbeit mit den
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Klienten und Klientinnen verstanden. Das Konzept unterstützt die Professionellen dabei, das eigene Handeln zu strukturieren und hinsichtlich der Anforderungen zu überprüfen. Verschiedene Aspekte, allen voran Kooperation und Reflexion – deren Notwendigkeit zwar durchgehend unbestritten ist, die aber
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meist vernachlässigt werden – erhalten eine feste Struktur und werden institutionalisiert. Ihre Berücksichtigung soll dadurch dauerhaft gewährleistet werden.
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Die einzelnen Prozessschritte werden analytisch klar voneinander abgegrenzt.
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Zu Beginn eines Prozesses erfolgt eine Trennung in einen Dreischritt von Erfassen – Bewerten – Erklären. Dabei wird der Schritt der Diagnose revolutioniert:
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Mit dem Theoriegeleiteten Fallverstehen ist eine neue Diagnosemethode vor47
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