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Hochuli Freund
31.7.17 S. 253
Zielkarte für einen herausfordernden Berufswunsch
letzten Etappen der Zielkarte sind. Während R. die jeweiligen Voraussetzungen diktierte, hielt ich diese schriftlich fest.
Während des darauffolgenden Termins ging es ausschliesslich darum, die
Zielkarte noch mit den persönlichen Kompetenzen zu vervollständigen, die
neben den formalen Voraussetzungen für diese Ausbildung erforderlich sind.
Dafür orientierten wir uns am Praxisempfehlungsraster der Höheren Fachschule für Sozialpädagogik. Zu den einzelnen persönlichen Kompetenzen
entstanden jeweils kurze Diskussionen, in denen R. von sich aus eine kurze
Selbsteinschätzung Preis gab und ich Inputs dazu lieferte.
Auf Grund der vielen formalen und v. a. persönlichen Kompetenzen entschieden meine PA und ich, dass wir zusätzlich die bisher geleistete Freiwilligenarbeit von R. in der Organisation analysieren sollten, und zwar vor dem
Hintergrund der für diese Ausbildung erforderlichen persönlichen Kompetenzen. Erst jetzt machte ich mir konkrete Gedanken über ein geeignetes
Analyseinstrument. Für diese Kompetenzanalyse während der Freiwilligenarbeit wollte ich einen Fragebogen erstellen, der individuell vor dem Hintergrund der erforderlichen persönlichen Kompetenzen gemäss dem Praxisempfehlungsraster der Höheren Fachschule für Sozialpädagogik auf R.s
Situation und sein berufliches Ziel zugeschnitten ist. Um den aktuellen IstStand zu ermitteln, soll die Kompetenzanalyse sowohl einen quantitativen
als auch qualitativen Charakter haben. Zu jeder Kompetenz soll die Einschätzung auf einer Skala von 010 quantitativ analysiert werden, damit
eine Tendenz zu eher negativer oder positiver Einschätzung sichtbar wird.
Die Fragen zu den jeweiligen Kompetenzen werden offen gestellt, was eine
qualitative Analyse ermöglicht. Um R.s aktuellen Stand bezüglich der jeweiligen Kompetenzen optimal analysieren zu können, soll dies wie in der Planung festgehalten sowohl in Form einer Selbsteinschätzung als auch einer
Fremdeinschätzung durch mich durchgeführt werden (siehe Abb. 19).
Ich bot ihm spontan an, den Fragebogen noch einer dritten Person für
eine weitere Fremdeinschätzung abzugeben, die nicht so stark in seinen Prozess der beruflichen Integration involviert ist. R. stimmte sofort zu und
schlug einen therapeutischen Mitarbeiter vor, der seinen Therapieprozess
früher begleitet hatte, jetzt jedoch nicht mehr intensiv involviert ist. Nach
dessen Zusage vereinbarten wir einen Termin zu dritt, bei dem wir die drei
ausgefüllten Fragebogen gemeinsam anschauten. Frage für Frage stellten wir
alle drei unsere Einschätzungen quantitativ und qualitativ nacheinander
vor, wobei immer R. begann. Dabei wurde noch nicht diskutiert, lediglich
bei Unklarheiten nachgefragt, und ich dokumentierte die verschiedenen Ergebnisse auf einem weiteren Fragebogen. Als Fazit der Analyse kristallisierte
sich heraus, dass R. sehr hohe Ansprüche an sich selber hat und sehr kritisch
mit diesen umgeht. Er ist sich vollkommen bewusst, welche Kompetenzen er
im Hinblick auf die angestrebte Ausbildung noch weiter entwickeln muss.
Der hauptsächliche Entwicklungsbedarf besteht in Einsatz und Engagement
für seinen eigenen Prozess, in der Organisation und Koordination der Arbeitsaufgaben mit seiner Rolle als Vater, in Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit sowie im Erledigen seiner Administration.
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