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Hochuli Freund
31.7.17 S. 241
Schritt in die Unabhängigkeit
Auf eine ausführliche Suche nach Interventionsmöglichkeiten habe ich verzichtet. Ich bin der Meinung, dass nicht alle Schritte ausführlich, theorie- und methodengestützt durchgeführt werden müssen. Professionalität zeigt sich meines
Erachtens darin, dass man abschätzen kann, wie viel es für eine erfolgreiche
Hilfeleistung benötigt und wie man die besonders in der klassischen Sozialarbeit geringen zeitlichen Ressourcen optimal einsetzen kann. Das Risiko dieser
Abkürzung besteht allerdings darin, dass ich nicht sicher sein kann, ob die von
mir alleine geplanten Interventionen wirklich passend sind für Herrn K., ob er
im Gespräch darauf einsteigt und ob er die Unterlagen dann auch langfristig
nutzen wird.
2.4
Prozessschritt Interventionsdurchführung
Das Gespräch konnte nicht wie geplant Anfang Januar stattfinden, da ich es
aus persönlichen Gründen kurzfristig verschieben musste. Ich vereinbarte
mit Herrn K. einen neuen Termin für Ende Januar, welcher dann jedoch von
ihm einen Tag vorher abgesagt wurde, da er bereits einen abgemachten Termin vergessen habe. Schliesslich konnte das Gespräch im Februar stattfinden. Diese Terminverschiebungen hatten keine negativen Auswirkungen auf
das Schlussgespräch.
Zu Beginn des Gesprächs erklärte ich Herrn K., in Bezug auf die Unterstützungsziele, was ich für das heutige Treffen geplante habe und holte sein
Einverständnis dafür ein. Herr K. hatte wie vereinbart seine bisher zu Hause
aufbewahrten Unterlagen mitgenommen und gemeinsam stellten wir einen
Ordner zusammen. Wichtige Unterlagen, welche Herr K. nicht bei sich hatte,
kopierte ich aus seiner Handakte. Das Zusammenstellen des Ordners brachte
eine Struktur ins Gespräch, und ich konnte ihm durch die in der Interventionsplanung vorbereiteten Dokumente weiterführende Informationen liefern. Bei den aufgelisteten Ämtern und Stellen erklärte ich Herrn K. deren
Funktionen und Aufgaben. Zudem schrieb ich in Rot die zu erledigenden
Schritte hin. Des Weiteren erklärte ich Herrn K. die Abläufe der Krankenkasse und machte ein fiktives Rechenbeispiel zur Franchise und zum Selbstbehalt. Die Informationsblätter zur Schuldenberatung und das Budgetblatt
übergab ich Herrn K., ohne vorerst viel zu erklären, und fragte ihn, ob er
dazu noch mehr wissen möchte. Einerseits wollte ich die Selbstbestimmtheit
von Herrn K. ein Stück weit bewahren, da der Inhalt des heutigen Termins
schon ziemlich von mir vorgegeben war. Andererseits beabsichtigte ich, dass
sich Herr K. bei Unklarheiten die nötigen Informationen selber einholt.
Reflexion
Die Interventionsdurchführung konnte beinahe wie geplant durchgeführt werden. Die einzige Abweichung vom Vorgesehenen war der Gesprächstermin,
welcher zweimal verschoben werden musste.
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