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Hochuli Freund
31.7.17 S. 239
Schritt in die Unabhängigkeit
Blickwinkel in einem ersten Schritt dank der teilstandardisierten Methode öffnen. Die Komplexität konnte jedoch nur erfolgreich erhöht werden, weil sich
Herr K. auf die Methode einliess und viel von sich erzählte. Die gute Kooperation mit Herrn K. schliesse ich einerseits darauf zurück, dass seit April ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden konnte. Andererseits überliess ich stets
Herrn K. die Auswahl des Gesprächsthemas, was vermutlich bei ihm ein Gefühl
von Selbstbestimmtheit auslöste.
Durch die Analyse wurde deutlich, dass und auch warum Herr K. im Bereich
der Finanzen/Administration weitere Unterstützung benötigt: Herr K. ist seit
vier Jahren auf wirtschaftliche Sozialhilfe angewiesen. Viele administrative und
finanzielle Angelegenheiten (wie z. B. Krankenkasse, Anmeldung Prämienverbilligung, Zahnarztkosten, Mietzinszahlungen, Steuererklärung) sowie die Korrespondenz mit den verschiedenen Ämtern und Stellen laufen demzufolge seit
mehreren Jahren direkt über den Sozialdienst. Herr K. konnte bisher bei den
administrativen und finanziellen Angelegenheiten wenig bis gar keine eigenen
Erfahrungen sammeln. Am Ende des Prozessschrittes der Analyse ist somit ein
Handlungsbedarf, und kein weiterer Erklärungsbedarf vorhanden. Der Prozessschritt der Diagnose wird deshalb weggelassen.
2.3
Prozessschritte Zielsetzung und Interventionsplanung
Die Schritte der Zielsetzung und der Interventionsplanung werden kurz gehalten und überwiegend nur auf professioneller Ebene durchgeführt. Die Ablösung
von der Sozialhilfe von Herrn K. steht nahe bevor (Ende Januar). Ich möchte
ihm beim letzten Termin etwas Brauchbares für die Zukunft mitgeben, d. h. mit
ihm konkret die Intervention durchführen.
Bei der Zielsetzung habe ich mich zur Orientierung im Fall zunächst auf das
Fern- und Grobziel fokussiert. Das Fernziel richtet sich nach den allgemeine
SKOS-Richtlinien und beinhaltet, dass die Klientel zu einem selbstbestimmten,
teilhabenden und (finanziell) unabhängigen Leben ermächtigt wird (vgl. SKOS
2005:23f.).
Auf Basis der in der Analyse herausgearbeiteten Fallthematik wurde das
Grobziel formuliert, dass Herr K. finanzielle und administrative Angelegenheiten langfristig eigenständig führen kann. Mit Blick auf die Zukunft von
Herrn K. habe ich mir überlegt, welche Unterstützungsziele (UZ, vgl. Hochuli Freund/Stotz 2015:261f.) ich selber verfolgen will:
• Ich kann Herrn K. am Gespräch im Januar die Abläufe des Krankenkassensystems erklären (UZ 1).
• Ich kann Herrn K. am Gespräch im Januar bei finanziellen und administrativen Schwierigkeiten eine Anschlussmöglichkeit aufzeigen (UZ 2).
• Mir gelingt es, Herrn K. am Gespräch im Januar darin zu unterstützen,
eine geeignete Ordnerstruktur mit den wichtigsten Unterlagen zusammenzustellen (UZ 3).
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