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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 201
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Fallbesprechungs-Materialien
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Spezialvariante
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Fallinszenierung:
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›Perspektive
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Klientin X‹
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Wenn lediglich unklar ist, wie die Klientin X selber sich fühlt in der Situation, kann auch einzig diese Perspektive inszeniert werden.
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Analyse durch Reflexion des
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eigenen Erlebens (im Fachteam)
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• Wichtige Beteiligte im Fall werden bestimmt, Rollen verteilt (d. h., die
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Fachkräfte übernehmen die Rollen der Beteiligten stellvertretend);
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• die Rollenträgerinnen versetzen sich in die entsprechende Situation
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und Perspektive, spüren v. a. auch den Gefühlen in der Rolle nach;
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• reihum8 spricht eine Rollenträgerin nach der anderen (in Ich-Form!)
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und schildert Sichtweise auf Klientin X (»Was denke ich und was fühle
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ich in Bezug auf Klientin X?«);
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• danach evtl. zweite Runde, in der einzelne Rollenträger schildern können, welche Gefühle sie während der Inszenierung wahrgenommen
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haben (insbesondere Klient X);
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• Rollen werden abgelegt;
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• gemeinsame Auswertung: Was war auffallend? Wichtigste Erkenntnisse?
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Wenn dicke Luft herrscht und viele negative Gefühle und Bewertungen gegenüber der Klientin X im Raum sind, lohnt es sich, diese schwierigen Gefühle und Bewertungen auszusprechen, denn sie können Hinweise geben
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auf Gefühle der Klientin X (im Sinne einer Spiegelung oder Übertragung).9
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Offene Beurteilung von Ressourcen/Kompetenzen
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Fallinszenierung
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(im Fachteam)72
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Tab. 4: Fallbesprechung Analyse – Fortsetzung
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Bei dieser offenen Analyse werden nur zwei (offene, unspezifische) Fragen gestellt:
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• Eine oder zwei Personen – oder alle – versetzen sich in die Rolle der
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Klientin X und sprechen (in Ich-Form!) das aus, was sie denken und
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fühlen in dieser Rolle;
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• danach gemeinsame Auswertung (wie oben unter ›Fallinszenierung‹).
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• Gefühle, welche in der Arbeit mit Klientin X bei den Fachkräften virulent geworden sind, werden reihum benannt;
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• optional: Es wird einzeln kurz reflektiert, ob es sich eher um ›eigene‹,
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d. h. in der eigenen Biografie zu verortende Gefühle handelt, oder ob
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diese spezifisch durch Klientin X ausgelöst wurden;
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• die durch die Klientin X ausgelösten Gefühle werden in einem
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Diskussionsprozess noch einmal gesammelt und es wird gemeinsam
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ausgewertet, worum es bei der Klientin X gehen könnte.10
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• Was kann die Klientin X gut, und was kann sie nicht gut?
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• Einschätzungen zusammentragen;
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• gemeinsam wird die Sammlung betrachtet und ausgewertet, was dabei auffällt.11
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7 Genauere Ausführungen dazu in: Hochuli Freund/Stotz 2015:186f, Schattenhofer/
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Thiesmeier 2001.
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8 Es handelt sich nicht um ein klassisches Rollenspiel. Die Moderation hat darauf zu
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achten, dass keine Interaktion unter den Rollenträgern entsteht.
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9 Genauere Ausführungen dazu in: Hochuli Freund/Stotz 2015:187f.
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10 Ein Beispiel: Wenn Klientin X bei vielen Fachkräften Gefühle von Niedergeschlagenheit und Ambivalenz auslöst, kann dies darauf hinweisen, dass Klientin X derzeit erschöpft und ausser Stande ist, Entscheidungen zu treffen.
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11 Beispielsweise, dass bei Klient Z sehr viele verborgene Ressourcen schlummern, eine
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ausgeprägte Schwäche dieses jedoch überstrahlt. Oder aber, dass es den Fachkräften
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schwerfällt eine Einschätzung zu treffen – und es darum geht, zunächst noch mehr
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Beobachtungen vorzunehmen.
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201
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