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Hochuli Freund
31.7.17 S. 187
Variationen zum Prozessgestaltungsmodell
• dranbleiben und zugleich flexibel sein (= Interventionsdurchführung)
• Wertschätzung für das Geleistete; Verbesserungswille und zugleich Fehlerfreundlichkeit (= Evaluation)
2
Drei Klärungen
Mit dem oben gewählten Zugang Variationen zum Prozessgestaltungsmodell
könnte die Gefahr verstärkt werden, das gesamte Konzept auf diese eine Modellvorstellung zu reduzieren. Auf dieses Missverständnis gehen wir im Folgenden ein und greifen weitere Aspekte auf, die manchmal für Fragen sorgen, und
versuchen, etwas zur Klärung beizutragen.
2.1
»Ein Modell ist ein Modell ist ein Modell« (frei nach
Gertrude Stein)
Ein Modell ist ein Hilfsmittel. Es ist der Versuch einer visuellen Darstellung eines Themas und zeigt meist ein Gefüge von Zusammenhängen (seien dies Abfolgen und Ebenen, Einflussfaktoren und Auswirkungen etc.). Ein Modell vermag nie die gesamte Komplexität eines Gegenstandes abzubilden, vielmehr
dient es zur Reduktion der Komplexität auf die wesentlichen Elemente und Zusammenhänge. Diese Komplexitätsreduktion ist die Leistung ebenso wie die Beschränkung eines Modells. Um es mit Gertrude Stein zu formulieren: Ein Modell ist ein Modell ist ein Modell. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.
Vieles wird im Prozessgestaltungsmodell des Konzepts KPG nicht abgebildet.
Die strukturellen Rahmenbedingen, die das Handeln in der Sozialen Arbeit prägen, die professionsethische Ausrichtung professionellen Handelns, die Ausgestaltung der Kooperation und die konkreten methodischen Vorgaben (beispielsweise die Notwendigkeit der Auswertung der erhobenen Einschätzungen im
Analyseschritt), die Komplexitätsreduktion und Fokussierung der gewonnenen
Erkenntnisse (zu Fallthematik und Arbeitshypothese), die unabdingbare Verbindung zwischen analytisch-diagnostischer und Handlungsphase, die Anforderungen an Zielformulierungen (Rückbindung an analytisch-diagnostische Erkenntnisse, Bedeutsamkeit von Zielen, Unterscheidung von Unterstützungsund Bildungszielen), die in einer Interventionsplanung gemäss KPG erforderlichen vier Schritte, die Prinzipien von Ressourcenorientierung und Empowerment etc. etc.: All dies lässt sich aus dem Prozessgestaltungsmodell nicht ablesen. Es sind jedoch die Inhalte, die das Konzept KPG als generalistisches
Handlungskonzept für die Soziale Arbeit kennzeichnen.
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