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Insgesamt ist festzustellen – und das zeigt auch die Beurteilung in der
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Übersicht – dass die objektive Hermeneutik vor allem für die
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sozialwissenschaftliche Forschung und weniger für die professionelle Praxis
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angelegt ist und in der Regel für letztere viel zu aufwändig. Allerdings ist es
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vorstellbar, dass in verworrenen Situationen, in denen schon ganz Vieles
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erfolglos versucht wurde, eine durch Wissenschaftlerinnen durchgeführte
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Diagnose mit dieser Methode helfen kann, die Sinnstruktur der Problematik
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aufzudecken und damit einen wesentlichen Beitrag zur Klärung zu leisten.
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Auch das Fallrekonstruktive Arbeiten erweist sich zumeist als recht
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zeitaufwändig und verlangt viel Meisterschaft, die eine spezifische
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Ausbildung und viel
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Abb. 23: Beurteilung der Diagnosemethoden
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Übung braucht. In Bezug auf die Methode ist kritisch zu hinterfragen, wie
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das Handlungsproblem zu Beginn der Fallrekonstruktion bestimmt wird,
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ebenso bleibt der methodische Einbezug des Klienten unklar (auch wenn
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postuliert wird, es gehe darum, den Klienten dort abzuholen, wo er stehe,
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vgl. Haupert 2007:75). Das Arbeiten nach der Methode der
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