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Bei der Zusammenarbeit mit anderen Professionellen lassen sich vier
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verschiedene Konstellationen unterscheiden: In einer Organisation nehmen
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verschiedene Professionelle der Sozialen Arbeit gemeinsam eine Aufgabe
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wahr (intraprofessionelle, intra-institutionelle Kooperation).
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Sozialpädagoginnen arbeiten mit Sozialarbeitern in einer anderen
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Organisation zusammen (intraprofessionelle, extrainstitutionelle
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Kooperation). Außerdem arbeiten Professionelle der Sozialen Arbeit mit
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Angehörigen anderer Professionen zusammen, die ihrerseits in der gleichen
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oder aber in einer andern Organisation tätig sind (interprofessionelle, intraoder extrainstitutionelle Kooperation). In den einzelnen Praxisfeldern lassen
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sich erhebliche Unterschiede in der Breite und Bedeutung vor allem der
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externen Kooperation ausmachen (vgl. Heiner 2010:473). Eine der wenigen
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empirischen Untersuchungen zu den beruflichen Beziehungen von
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Professionellen der Sozialen Arbeit – zu Fachkolleginnen und Angehörigen
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anderer Professionen – ist diejenige von Kähler (1999), der
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32 Sozialpädagogen und Sozialarbeiterinnen befragt hat. Ergebnis war, dass
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Professionelle der Sozialen Arbeit berufsbedingt eine Vielzahl von
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beruflichen Kontakten unterhalten, durchschnittlich waren es 72 berufliche
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Beziehungen je Untersuchungsperson. Die Anzahl variiert stark von
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Praxisfeld zu Praxisfeld, und sie hängt darüber hinaus von der
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Persönlichkeit des Stelleninhabers ab; maximal wurden 138 berufliche
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Kontakte genannt, die geringste Zahl lag bei 29 (vgl. ebd.:37). Insgesamt
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wurde die große Mehrzahl der Kontakte als unabdingbar beziehungsweise
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wichtig für die Erfüllung des eigenen Auftrags bezeichnet (vgl. ebd.:55). Die
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Gestaltung aufgaben- und zielbezogener Zusammenarbeit auf der
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Fachebene ist demnach eine grundlegende, wichtige Aufgabe für
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Professionelle der Sozialen Arbeit.
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5.2.1
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Intraprofessionelle Kooperation
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Der Auftrag der Sozialen Arbeit lässt sich nur in Kooperation mit anderen
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Sozialpädagoginnen und Sozialarbeitern realisieren. Professionalität sei
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nicht als heroische Einzelleistung zu verwirklichen, stellt Heiner fest (vgl.
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2010:472), sie bedürfe der institutionellen Unterstützung – insbesondere
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durch das Team, aber auch durch Vorgesetzte. Noch weiter geht der
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Kooperationsbedarf in all jenen Praxisfeldern, in denen der Alltag mit
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Klientinnen geteilt wird und eine ganztätige Begleitung erforderlich ist (wie
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beispielsweise in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugend- und
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der Behindertenhilfe). Hier kann die professionelle Unterstützungsaufgabe
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nur von mehreren Professionellen gemeinsam erbracht werden: im
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sozialpädagogischen Team.
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Teamarbeit
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In der Literatur zu Teamarbeit finden sich viele Definitionen zu Teamarbeit,
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die allesamt ähnlich sind. Demnach bezeichnet ein Team eine kleine Gruppe
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von Personen, die zusammen ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten
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und die sich für die Qualität dieser Leistung gegenseitig Rechenschaft
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ablegen; die Mitglieder eines Teams haben gemeinsam geteilte Ziele, für
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