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mittlerweile einige sog. ›Methodenbücher‹, welche jeweils im Titel auf
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diesen Fokus verweisen: Angefangen vom ›Sozialpädagogischen Können‹
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von Müller (2017, 1. Ausgabe 1993) über sog. ›Arbeitshilfen‹ (u. a. Schilling
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2005; von Spiegel 2013; Michel-Schwartze 2009) zu Methodensammlungen,
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die eher als Landkarten unterschiedlicher Konzepte zu verstehen sind
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(Galuske 2013, teilweise auch Stimmer 2012), oder zu Methodiken mit
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einer spezifischen theoretischen Ausrichtung (Cassée 2019; Geiser 2013)
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bis hin zum Entwurf eines methodenintegrativen Modells (Zwilling 2007)
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finden sich unterschiedliche methodische Zugänge. Manche Arbeiten (u. a.
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Schwabe 2019; Pantuček-Eisenbacher 2019) verweisen auf Methoden,
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Techniken und Instrumente, nehmen aber nur ansatzweise Bezug auf ein
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umfassendes Verständnis professionellen Handelns. Die große Vielfalt an
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Begrifflichkeiten – wie z. B. Methode, Verfahren, Methodik, Konzepte,
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Techniken, Instrumente –, die darüber hinaus sehr unterschiedlich
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verwendet werden, trägt auch nicht zu einer Klärung in der
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Methodendiskussion bei, wie beispielsweise Krauss (2006) und Galuske
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(2013) feststellen. Im Fachdiskurs wurde in den letzten Jahren immer
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wieder darauf hingewiesen, dass bisher keine Standards und Verfahren
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entwickelt worden sind, die in der Praxis Anwendung finden könnten und es
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große Defizite im Methodenwissen und dessen Umsetzung in der Praxis
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gebe (vgl. u. a. Verein für Kommunalwissenschaften e. V. 2005:1). Versuche
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übergreifender Systematiken zum Methodischen Handeln in der Sozialen
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Arbeit seien nach wie vor eher die Ausnahme, konstatiert Zwilling im Jahre
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2017 (vgl. :1). Im Hinblick auf eine theoretisch reflektierte
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Methodenintegration, welche eine Verknüpfung unterschiedlicher
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handlungstheoretischer Ansätze ermöglicht, sei die Situation noch
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problematischer. Die Methodenentwicklung und -reflexion sei im Diskurs
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der Sozialen Arbeit – sowohl innerhalb der Disziplin wie auch der
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Profession – vernachlässigt worden, konstatiert er (vgl. ebd.:2). Sein eigener
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Entwurf eines Modells zur Methodenintegration bleibt jedoch eng
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ausgerichtet auf ausgewählte Praxisfelder und wenige Methoden (wie z. B.
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klassischer sozialarbeiterischer Beratungskontext). Heiner beschrieb diese
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Lücke im methodischen Fachdiskurs 2004 wie folgt: »Die Soziale Arbeit in
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der Bundesrepublik und im deutschsprachigen Europa verfügt derzeit nicht
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über ein tätigkeitsfeldübergreifendes, erfolgreich erprobtes, getestetes und
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weitgehend konsensfähiges Diagnoseverfahren« (2004:7).
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Aus dem Anspruch, nicht nur ein erprobtes und weitgehend
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konsensfähiges Diagnoseverfahren zu entwickeln, sondern dieses zu einem
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umfassenden Modell zu erweitern, haben wir – als Wissenschaftler und
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Wissenschaftlerin mit langjähriger Berufserfahrung in verschiedenen
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Praxisfeldern der Sozialen Arbeit – über Rahmenbedingungen und
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Möglichkeiten des Handelns mit und für Klienten innerhalb institutioneller
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Rahmenbedingungen von Praxisorganisationen der Sozialen Arbeit
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nachgedacht. Wir haben bestehendes Methodenwissen systematisiert und
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selbst weiterentwickelt – Wissen, das die Grundlage bildet für die
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Ausbildung von Kompetenz und das Professionellen der Sozialen Arbeit
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ermöglichen soll, ihre Unterstützungsprozesse sinnvoll zu gestalten. Dazu
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haben wir ein Konzept entwickelt – ›Kooperative Prozessgestaltung‹ (KPG) –
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das sich auf professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit insgesamt
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bezieht. Davon ausgehend, dass Soziale Arbeit im Spannungsfeld von
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Individuum und Gesellschaft an unterschiedlichsten Brennpunkten,
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