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So kann einer Sozialpädagogin in einer Beschäftigungsstätte z. B. aufgefallen sein, dass jeweils gegen Ende eines Morgens ein Klient immer wieder die Toilette aufsucht, um sich die Hände zu waschen. Es kann hilfreich sein, einen Bogen zu entwerfen, der bestimmte Kategorien für diesen Zeitraum vor Mittag wie – motorische Aktivitäten, Beobachtungen zum emotionalen Befinden, verbale-nonverbale Äußerungen – aufweist. Dieses Raster kann getestet und bei Bedarf modifiziert oder auch weiter entwickelt werden für eine codierte Beobachtung. Mittels der Beobachtungsnotizen sowie fach- und praxisfeldbezogenem Vorwissen kann die Sozialpädagogin bestimmte Aktivitäten oder Verhaltensweisen dieses Klienten codieren und das Raster auf diese Weise ausdifferenzieren. Während der Beobachtung werden codierte Verhaltensweisen gezählt ( Abb. 12). Im obigen Beispiel könnten die motorischen Aktivitäten unterteilt werden in: steht auf und geht umher/trommelt mit den Fäusten auf den Tisch/schlägt den Kopf auf den Tisch/spuckt auf den Boden/fuchtelt mit den Armen etc.
Abb. 12: Beobachtungsbogen: Variante mit Interaktionen
Solche Beobachtungsbogen können zusätzlich zeitlich gezielt eingesetzt werden z. B. vor, während oder nach einem bestimmten herausfordernden Verhalten eines Klienten oder einer Klientinnengruppe. Mit dem Einbezug von Aktivitäten anderer Beteiligter und Umweltfaktoren kann der Beobachtungsfokus um die Ebene der Interaktionen erweitert werden. Entsprechende Rubriken können offen gehalten werden für Notizen zu Beobachtungen von Aktivitäten