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Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt zum Thema „Väterverantwortung“
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gewalt kaum integriert werden, da das Programm ein vergleichsweise hohes
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Maß an Eigeninitiative und Reflektionsfähigkeit voraussetzt. Mit dem AAT
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und dem Sexualstraftäterprogramm nahm der Bedarf nach einer engen Zusammenarbeit mit der Bewährungshilfe und dem gesamten Helfersystem zu,
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da beide Zielgruppen zunächst oft wenig Eigeninitiative mitbringen und ein
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hohes Maß an Kontrolle benötigen. Damit veränderte sich auch die Struktur
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in den Gruppenangeboten bei Gewalt in der Partnerschaft: Es wurden zunehmend auch Männer mit vergleichsweise schweren Delikten (z.B. Vergewaltigung) aufgenommen. Das MIM verfolgte immer das Interesse an der lokalen
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und bundesweiten Vernetzung und Qualitätsentwicklung der Täterarbeit
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(Hinz/Kindler 2003), exemplarisch seien an dieser Stelle eine Bedarfsanalyse über Täterarbeit in der Landeshauptstadt München (Kindler et al. 2005)
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und ein integratives Konzept der Beratungsstellen aus Berlin, Hannover, Kiel
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und München im Auftrag des Interventionsprojekts KIK Schleswig-Holstein
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(Zimmermann et al. 2001) genannt.
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Die heutigen Täterprogramme sind also das Ergebnis einer langjährigen
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Entwicklung und wohlüberlegten permanenten Veränderung als Reaktion
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auf die Gegebenheiten und Beobachtungen in der Praxis. Als eine der ältesten
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Fachstellen in der Bundesrepublik hatte das MIM einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung verbindlicher Qualitätsstandards und sein Konzept
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war Vorbild für den Aufbau einiger ähnlicher Stellen. Wenn im Folgenden
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also von Täterprogrammen gesprochen wird, so werden sie definiert und
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verstanden als solche, die gewaltzentriert und mit einer hohen Programmintegrität (definiert als kontrollierte Übereinstimmung zwischen einer ausgearbeiteten Konzeption und dem tatsächlichen Ablauf der Gruppenarbeit)
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arbeiten, die klare Rahmenbedingungen und Kontrollmechanismen beinhalten und die mit Kooperationsvereinbarungen im System von Opferhilfe und
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Strafverfolgung verortet sind.
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Seit der Anfangszeit werden mit dem Angebot dieser Täterprogramme
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gewalttätige Männer in ihrer Rolle als Partner und Ehemann angesprochen
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und ihre Verantwortung für die Unversehrtheit der Partnerin wird betont.
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Aber was passiert, wenn es sich bei ihnen gleichzeitig auch um Väter handelt?
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Diese Frage wurde auch in der Vergangenheit immer wieder gestellt und es
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wurden Antworten gesucht. So wurde das bestehende Konzept dahingehend
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ergänzt, dass bei der Aufarbeitung von Gewaltsituationen ein besonderer Fokus auf die Anwesenheit und Wahrnehmung der Kinder gelegt wurde. Auch
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im Betonen der Verantwortung als liebender Vater wurde in der Praxis immer
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wieder ein wichtiger Ansatzpunkt für eine Verhaltensänderung gesehen. Vor
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dem Hintergrund der schädigenden und traumatisierenden Auswirkungen
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von miterlebter Gewalt unter den Elternteilen auf die Kinder, die mittlerweile auch durch zahlreiche neuere Studien belegt sind (z.B. Kindler 2002,
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siehe auch Kindler in diesem Band), stellt sich allerdings die Frage, ob die
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bisherigen Konzepte hier ausreichend greifen können. Das gilt besonders,
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wenn Partnerschaftsgewalt in sehr konflikthaften Trennungssituationen als
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