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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 136 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
Peter Ahrens, Eyke Baum, Monika Gessner, Annette Heyd, Elke Looft und Heike Richter
• Erweiterung des Wissens • Arbeit mit Ritualen, Experimenten und Hausaufgaben • Familienskulptur, Familienbrett, Rollenspiele • Genogrammarbeit • Entspannungsübungen • Freizeit- und Erlebnispädagogik • kreative Methoden. 5.4 Teamarbeit Wir sind ein interdisziplinär besetztes Team, das Teamarbeit als Methode praktiziert. Neben der Selbstreflexion sind Reflexion im Team, Feedback der Kolleginnen, kollegiale Beratung festinstallierte Arbeitsmittel. Sie bilden ein Korrektiv für die jeweiligen Entscheidungen. Unterschiedliche methodische Ansätze und persönliche Kompetenzen verstehen wir als Chance und Bereicherung. Wir nutzen die Ressourcen der Mitarbeiterinnen, setzen uns mit anderen Sichtweisen auseinander und sind bereit, uns in unserem jeweiligen Tätigkeitsfeld hinterfragen zu lassen. Auch das Vorhandensein von spezifisch weiblichen und männlichen Perspektiven erweitert die Hypothesenbildung und eröffnet die Möglichkeit geschlechtsrollenspezifischer Interventionen. Teamorientierte Kommunikations- und Kooperationsstrukturen bedeuten Zugewinn an Kompetenz und größeres Problemlösungsvermögen, gewährleisten ganzheitliches Denken und beugen der Vereinzelung in der fachlichen Arbeit vor. Alle Teammitglieder sind über sämtliche angebotenen Hilfeformen informiert. Eine große Herausforderung stellen die erhöhte Komplexität der Arbeit und der damit verbundene häufige Rollenwechsel dar. Besonders auch die sozialpolitische Einmischung erfordert ein hohes Ausmaß an Durchhaltevermögen. In jedem Fall ist die Einbindung ins Team von großer Bedeutung. Auch für uns gilt die Empowerment-Perspektive: Bestärkung, Ermutigung und Befähigung durch die Kolleginnen erhöht den Erfolg der Arbeit. Strukturierte Teamabläufe und Verfahrensregeln erhöhen die Effektivität der Teamarbeit. Teamarbeit fördert einen kontinuierlichen Prozess der Rollenreflexion und Rollenklärung in den jeweiligen unterschiedlichen Arbeitsbereichen. Dies führt zu Rollenklarheit im Umgang mit den Klientinnen. 136