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und Jungen und die Handlungsmöglichkeiten der professionellen Helferinnen: „Je mehr das Jugendhilfesystem, in dem die Einrichtung operiert, geprägt ist von kooperativen partnerschaftlichen Umgangsformen und fachlichem Qualitätsinteresse, desto weniger Abbrüche gibt es (Tornow 2014, S. 9). Diesen Wünschen entspricht auch das von Martin Kühn entwickelte Konzept der Pädagogik des sicheren Ortes, indem die Leitung gleichzeitig Verantwortung für Kinder und für die Pädagoginnen übernimmt (Kühn 2007). Die Pädagog*innen haben konkrete Vorstellungen darüber, wie Leitung ihre Aufgabe als „schützend und stützend“ erfüllen sollte: „Die ganzen Rahmenbedingungen müssen stimmen. Ich wünsche mir von Leitung Diskussionsbereitschaft, dass wir uns Gedanken machen können und ernst genommen werden, das ist eigentlich das Wichtigste. Dass der Einsatz, den wir leisten, ohne wenn und aber honoriert wird.“

Sie erwarten Transparenz, Partizipation und Wertschätzung. Die Leitung ist verantwortlich für die Rahmenbedingungen. Sie erwarten eine Wertschätzung von Trauma-Arbeit und Schutz durch die Übernahme von Verantwortung: „Dennoch gab es manchmal Situationen, wo ich mir gewünscht habe, jemanden über mir zu haben. Es war mir immer ganz wichtig, an Entscheidungsprozessen beteiligt zu sein, gefehlt hat mir ein Gefühl von Sicherheit. Diese Person übernimmt mit Verantwortung, ich brauche sie nicht alleine zu übernehmen.“

Sie erwarten größeren Handlungsspielraum und weniger Druck: „Ich wünsche mir eine Heimleitung, die hinter mir steht und keinen Druck macht, wenn die Belegungszahl nicht stimmt. Dass man gucken kann, wer kommt in die Gruppe, als neues Kind, als neuer Mitarbeiter. Dass Probewohnen und Aufnahmeverträge möglich sind. Ich möchte mehr Zeitautonomie und, dass mindestens zwei Mitarbeiter im Dienst sein können.“