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die Körperlichkeit der Bewältigung. Wider die Individualisierung traumatischer Erfahrungen gerichtete Diskurse erweitern den Blick auf eine gesellschaftlich eingebettete Unterstützung. Sie wenden sich auch gegen die Pathologisierung der Auswirkungen herausfordernder Lebensumstände, die den Menschen die Würde nimmt. Und es bleibt die Frage, ob die Idealisierung einer ‚objektiven Wissenschaft‘ und die Begeisterung für neue schnelle effiziente Therapien nicht eher die Nichtanerkennung des Schmerzes fördern, weil die Leiden der Menschen uns zu überfordern scheinen. Vor allem wird immer deutlicher, wie sehr es einer Veränderung gesellschaftlicher Werte und Normen bedarf – aus meiner Sicht auch eine Rückerinnerung an die 1970er Jahre, in denen Solidarität, Mitgefühl und emanzipatorische Werte als Teil der Menschwerdung, also auch der Bewältigung herausfordernder Lebensumstände, begriffen wurden. Der gesellschaftliche Blick auf den Traumabegriff helfe, ein Gegengewicht gegen die Hegemonisierung einer Medikalisierung von Leid zu bilden (Jäckle/Wuttig/Fuchs 2017). Wenn auch klare Prognosen unmöglich sind und das Konzept der fachlichen Bescheidenheit Anwendung finden muss, hat Jugendhilfe die Verantwortung, die für das Mädchen und den Jungen weniger schädliche Alternative zu finden. Kinder besitzen erstaunliche Kräfte, sich zu entwickeln. Sie brauchen Verbündete, die sie stärken, Verbündete, die sie schützen, und Verbündete, die sie auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte Zukunft begleiten.