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Raw Blame History

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Vorwort zur 6. Auflage

In Deutschland werden jeden Tag fast 100 Kinder in stationäre Hilfen aufgenommen. Kinder und Jugendliche mit einem Anspruch auf diese Hilfeform waren in ihrer Biografie überdurchschnittlich häufig komplexen Problemlagen ausgesetzt und haben einen intensiven pädagogischen Betreuungsbedarf. Traumata stehen dabei an der Spitze der Belastungen zumeist komplexe Traumata durch Misshandlung, Vernachlässigung oder Missbrauch im unmittelbaren häuslichen Umfeld. Zahlreiche Sparmaßnahmen mit der Zielsetzung, stationäre Unterbringungen zur vermeiden, haben die Dichte traumatischer Belastungen in den stationären Hilfen weiter vergrößert. Die Arbeit stellt daher heute extrem hohe Anforderungen an die Qualifikation in der Betreuung und Begleitung der Kinder und Jugendlichen. Betrachtet man das Gesamtvolumen der eingesetzten Hilfen in diesem Arbeitsbereich, leisten psychosoziale Fachkräfte aus dem Bereich der Sozialen Arbeit und (Heil-)Pädagogik den weitaus größten Anteil der Traumaversorgung, insbesondere im Bereich komplexer Traumata, bei denen sich die Traumaproblematik mit anderen sozialen Benachteiligungsaspekten vermengt. Das Buch von Wilma Weiß über den pädagogischen Umgang in den Erziehungshilfen war daher von seiner ersten Auflage an wichtig gewesen, hat jedoch an Bedeutung in den letzten Jahren aufgrund der steigenden Anforderungen noch gewonnen. Kontinuierlich und konsequent hat die Autorin ihre Ausführungen Auflage für Auflage überarbeitet und stets an die aktuellen Entwicklungen angepasst. Wegweisend für die aktuelle Debatte z. B. erweisen sich die Ausführungen über das Verhältnis zwischen Pädagogik und Therapie. Ohne die Bedeutung der therapeutischen Bearbeitung zu schmälern, zeigt Wilma Weiß die zahlreichen Chancen der pädagogischen Unterstützung im Traumabereich auf. „Es geht um pädagogische Interventionen, die der psychischen und sozialen Stabilisierung traumatisierter Kinder dienen, ihre Eigeninitiative fördern, Isolation